Ein Bremer Mythos lebt wieder auf

Die Geschichte von Nordmende in Bildern

Nach dem Zweiten Weltkrieg prägte eine Firma den Markt der TV- und Radio-Geräte: Nordmende. Wir erzählen ihre Geschichte, die eng mit Bremen verknüpft ist - und zeigen Bilder der alten Nordmende-Radios unserer Leser.
12.11.2018, 11:30
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Die Geschichte von Nordmende in Bildern
Von Michael Rabba

Angehörige der Generation Internet werden wohl nur staunen, wenn ihre Eltern und Großeltern von einer Zeit berichten, in der es nur drei Fernsehprogramme und sogar einen spätabendlichen Sendeschluss gab. Als in Radio- und TV-Geräten noch Röhren verbaut waren und der Schriftzug vor allem einer Firma auf vielen dieser Geräte prangte: Nordmende.

Die tragbaren Nordmende-Radios brachten mobilen Hörspaß und zeichneten sich wie die stationären Versionen durch eine Liebe zum Design-Detail und hochwertige Gehäuse aus edlen Hölzern aus. An diesen Empfängern konnte man noch Tasten drücken und sich per Drehschalter durch das UKW-Band "zappen". Radiohören geriet so auch zur haptischen Erfahrung.

Das Unternehmen Nordmende sorgte in den Wohnzimmern der Nation auch für Aha-Effekte und staunende Augen, als es den ersten Fernseher mit einer Ultraschall-Fernbedienung auf den Markt brachte. Tonbandgeräte und Plattenspieler sowie Musiktruhen, die manchem Wohnzimmerschrank an Wertigkeit und Design den Rang abliefen, kamen ebenfalls aus dem Hause Nordmende.

Die Geschichte des Unternehmens ist nach Ende des Zweiten Weltkriegs eng mit Bremen verknüpft, wo sie Ende der 1980er-Jahre schließlich mit der Insolvenz endete. Die Marke Nordmende aber existiert weiter, jetzt gibt es unter anderem eine digitale Version des Radioklassikers "Transita".

In unserer Bildergalerie stellen wir diese Radio-Marken-Renaissance vor, erinnern an Wegmarken in der Nordmende-Historie und zeigen, dass alte Nordmende-Geräte bis heute für Unterhaltung sorgen.

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