Christa und Gerhard Mehwald feiern ihre diamantene Hochzeit / 1954 in Grohn geheiratet Die große Liebe an der Stimme erkannt

Christa und Gerhard Mehwald haben heute vor 60 Jahren in Grohn geheiratet. An den romantischen Anfang ihrer Liebesgeschichte erinnert sich das Ehepaar noch immer gerne. Durch Zufall trafen sie sich in Aumund wieder.
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Die große Liebe an der Stimme erkannt
Von Julia Ladebeck

Christa und Gerhard Mehwald haben heute vor 60 Jahren in Grohn geheiratet. An den romantischen Anfang ihrer Liebesgeschichte erinnert sich das Ehepaar noch immer gerne. Durch Zufall trafen sie sich in Aumund wieder.

Auf sechzig gemeinsame Ehejahre können Christa und Gerhard Mehwald am heutigen Donnerstag zurückblicken. Das Ehepaar hat sein ganzes Eheleben in Bremen-Nord gewohnt, nach vielen Jahren in Grohn, Aumund und Lesum, lebt das Paar nun in St. Magnus.

Wie alles einmal begonnen hat? Dazu können die beiden eine richtig romantische Geschichte erzählen. Sie beginnt im Jahr 1951 auf einem Bauernhof bei Sulingen, wo der junge Flüchtling Gerhard Mehwald aus Schlesien eine Anstellung als Knecht gefunden hatte und die 16-jährige Bremerin ein paar Tage Landluft schnuppern wollte. Dem ersten Kennenlernen folgten zwar Briefe, aber wären die Werften in Bremen-Nord damals nicht auf der Suche nach Arbeitskräften gewesen, hätte die bewegte Nachkriegszeit die beiden auch rasch wieder trennen können.

So gab es aber zwei Jahre später ein zufälliges Wiedersehen, genauer gesagt ein Wiederhören, als die beiden sich im Dunkeln auf einer Straße in Aumund begegneten. „Ich habe die Stimme erkannt, als er mit seinem Freund redete“, erzählt Christa Mehwald. „Gerhard?“, habe sie gerufen und er war es tatsächlich. Dann wurde aus den beiden ein Paar und da es auch mit der Arbeitsstelle als Schweißer bei der Lürssen-Werft klappte, wurde Bremen zur gemeinsamen Heimatstadt. Das Ja-Wort gab sich das junge Paar dann am 27. November 1954 in der katholischen Kirche in Grohn.

Vier Kinder haben die beiden großgezogen und nach den sieben Enkelkindern folgt jetzt schon die nächste Generation: Zwei Urenkel wurden im vergangenen Jahr geboren. Ein reiches Leben, auch mit Sorgen, Krankheiten und Schicksalsschlägen, aber ebenso mit vielen Freuden und einer guten Portion Humor liegt hinter ihnen. Von viel Arbeit war ihr Eheleben geprägt, dem Selbermachen in vielen handwerklichen Bereichen, dem Kochen und Backen. Wichtig war es beiden stets, für die Kinder, für die Familie da zu sein. Auch wenn ihnen manches heute nicht mehr so gut von der Hand geht, sind die beiden sichtlich froh, einander zu haben. Für die Briefmarkensammlung und das Handarbeiten ist immer Zeit, aber auch die Nachrichten aus der Welt und die Familien der Kinder sind ihnen wichtige Gesprächsthemen.

Aus gesundheitlichen Gründen muss die große Familienfeier anlässlich des Ehejubiläums noch etwas warten, aber am heutigen Donnerstag und in den nächsten Tagen wird trotzdem schon gefeiert – mit Kindern und Enkeln.

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