Bremer Klimalauf Die Helden vom Weserufer

Beim fünften Bremer Klimalauf sind Schülerinnen und Schüler für unterschiedliche Kooperationsprojekte aktiv geworden.
22.09.2016, 22:31
Lesedauer: 2 Min
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Von Lisa-Maria Röhling

Bremen. Beim fünften Bremer Klimalauf sind Schülerinnen und Schüler für unterschiedliche Kooperationsprojekte aktiv geworden.

Es herrscht Stille in der Überseestadt, nur wenige Menschen sind unterwegs, die Morgenluft am Donnerstag ist noch diesig. Beim Erreichen des Wesertowers ahnt man noch nicht, was hinter der nächsten Biegung wartet: laute Musik und freudige Stimmen. Hier sind die Weserhelden unterwegs. Beim fünften Bremer Klimalauf sammeln neun Schulen aus fünf Stadtteilen Geld für zahlreiche Kooperationsprojekte – und setzen ein Zeichen für jugendgerechte Stadtentwicklung.

Das Prinzip ist ganz einfach: Die Schülerinnen und Schüler suchen vor dem Lauf Sponsoren, die ihnen pro Kilometerstempel einen bestimmen Geldbetrag zahlen, der am Ende eingesammelt wird. Das können Verwandte oder Freunde sein, aber auch große Unternehmen sind in jedem Jahr dabei. Ein großer Teil des Erlöses soll dem Ausbau des Sportgarten Überseestadt zukommen, unter anderem sollen hier bis zum Frühjahr 2017 Kunstrasenfelder, Sanitär- und Serviceanlagen sowie ein Stangenpark für das Parcours-Areal gebaut werden. Außerdem soll das Geld für Klima- und Umweltschutzprojekte in der Überseestadt und für ein „Bike Programm“ zugunsten von Jugendlichen in Townships aus dem südafrikanischen Durban genutzt werden.

„Ich musste mir das einfach mal angucken“

Es sei wichtig, die Kinder und Jugendlichen nicht nur für Umweltbewusstsein und Klimaschutz zu interessieren, sondern diese Aspekte auch in ihrer eigenen Umgebung konkret anzugehen, erklärt Organisator Hanns-Ulrich Barde. „Wir wollen, dass die Jugendlichen wissen: Das hat was mit uns zu tun.“ Um den Lauf reibungslos umsetzen zu können, helfen an der Strecke knapp 50 Freiwillige. Ulrike Pala, die Leiterin des Ortsamtes West, wo die Siegerehrung der Weserhelden stattfindet, ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Dass solch ein Projekt in der Überseestadt realisiert wird, macht sie stolz: „Ich musste mir das einfach mal angucken.“

Im 15-Minuten-Takt starten die einzelnen Gruppen am Wesertower. Tempo und Fortbewegungsmittel sind egal, hier wird auch einfach spaziert, geradelt und geskatet. Der 14-jährige Jonas und der 13-jährige Kevin fahren auf ihren BMX-Rädern mit. Der zehnjährige Yasin hat ganze zehn Sponsoren gewinnen können, erzählt er stolz und macht sich mit seinem Skateboard bereit. Viele andere sind auch ohne Sponsoren dabei. Denn der gute Zweck kann eben auch einfach nur Spaß machen.

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