Das Deutsche Haus auf dem Bremer Marktplatz Die Inschrift ist aus Bonn zurück

Bremen. Über ein Jahr ist sie weg gewesen, jetzt ist sie wieder da: Die Inschrift auf dem Deutschen Haus auf dem Bremer Marktplatz. Im vergangenen Jahr hat sie im Bonner Haus der Geschichte gehangen – sogar länger als ursprünglich geplant.
14.05.2012, 13:51
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Von Anne-Christin Klare

Bremen. Über ein Jahr ist sie weg gewesen, jetzt ist sie wieder da: Die Inschrift auf dem Deutschen Haus auf dem Bremer Marktplatz. Im vergangenen Jahr hat sie im Bonner Haus der Geschichte gehangen – sogar länger als ursprünglich geplant.

Unversehrt hängt die Inschrift seit Freitag wieder am Deutschen Haus auf dem Bremer Marktplatz. Für ein Jahr war sie im Bonner Haus für Deutsche Geschichte zu sehen. „Sie ist dort sogar länger geblieben als geplant“, sagt Oke Petersen von der Hamburger Körber-Stiftung. Ihr gehört das Ensemble Deutsches Haus/Jonas-Haus auf dem Bremer Marktplatz. Das Haus der Geschichte in Bonn hat die Ausleihzeit ein wenig verlängert, um eine Replik der Inschrift anfertigen zu lassen. Diese soll in die Dauerausstellung aufgenommen werden.

„Gedenke der Brüder, die das Schicksal unserer Trennung tragen!“ So steht es seit 1955 an der dem Marktplatz zugewandten Seite des Deutschen Hauses. Nach der Wiedervereinigung gab es einige Diskussionen darüber, ob die Denkschrift noch zeitgemäß sei. So wurde auch die rein männliche Form von „Brüder“ moniert. Der Senat, dem das Gebäude einst gehörte, ließ eine erklärende Ergänzung anbringen. Sie macht deutlich, dass die Inschrift aufWunsch von Bürgermeister Wilhelm Kaisen zur Erinnerung an die deutsche Teilung angebracht wurde.

Diesmal habe es keine Diskussion darum gegeben, ob die Inschrift nach ihrer Bonn-Reise wieder in Bremen angebracht werde oder nicht. „Wir sind als Eigentümer dazu verpflichtet“, sagt Petersen.  Der Schriftzug ist nämlich in das Grundbuch eingetragen und damit Bestandteil des Gebäudes. „Die Inschrift gehört aber auch einfach dazu“, findet er.

Der Schriftzug erinnert daran, dass das Deutsche Haus in den Jahren des Wiederaufbaus zum Zentrum der Vertriebenenpolitik wurde, wie es damals hieß. Hier fanden die vielen Flüchtlinge und Ausgebombten eine Anlaufstelle. Unter den Arkaden hatte unter anderem auch die Deutsche Bruderhilfe ihren Sitz, die nach der Wende dort das Begrüßungsgeld für die Besucher aus der DDR auszahlte.

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