Konzerte im Weserstadion Die Megastars können kommen

Großkonzerte im Weserstadion mit Megastars sind problemlos möglich. Dieser Meinung ist jedenfalls die Geschäftsführung der Weser-Stadion GmbH. Ginge es nach ihr, könnte es 2018 losgehen.
31.08.2016, 00:00
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Die Megastars können kommen
Von Uwe Dammann

Großkonzerte im Weserstadion mit Megastars sind problemlos möglich. Dieser Meinung ist jedenfalls die Geschäftsführung der Weser-Stadion GmbH. Ginge es nach ihr, könnte es 2018 losgehen.

Das bereits breit diskutierte Sicherheitskonzept könne wegen neuer Ausgänge und weiteren Fluchtwegen auf der Westseite des Stadions in wenigen Monaten vollständig umgesetzt werden. Allerdings wird es voraussichtlich vor 2018 keinen Auftritt der Stars im Weserstadion geben, da die Konzertagenturen ihr Programm für 2017 bereits verplant haben.

Er hat sie damals alle gesehen im Stadion: Tina Turner, The Rolling Stones, Lionel Ritchie und Michael Jackson, die einst das Weserstadion rockten. Doch das ist lange her. Heinz-Günther Zobel, heute Geschäftsführer der Weser-Stadion GmbH, war früher selbst eifriger Konzertgänger und erfreute sich vor allem an den Auftritten der damaligen Musikheroen im Weserstadion. Nun will die Stadion GmbH, wie bereits berichtet, die internationalen Musikgrößen wieder an die Weser locken. Und aus Sicht von Zobel ist dieses Vorhaben kein großes organisatorisches Problem für die Betreiber. Entsprechende Anträge zur Konzertnutzung sind vor den Sommerferien bei der Baubehörde eingereicht worden und liegen dort zur Bearbeitung.

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Die Geschäftsführung der Weser-Stadion GmbH mit Heinz-Günther Zobel und Jörg Fürst geht davon aus, dass in naher Zukunft alle Bausteine, die gegen so ein Vorhaben sprechen, ausgeräumt sind. Vor allem das geforderte Sicherheitskonzept für derlei Großveranstaltungen sei umsetzbar, sagt Zobel. Hintergrund sind die großflächigen Umbauarbeiten, die derzeit am Stadion laufen, und die vorrangig dem Hochwasserschutz dienen sollen.

Umfangreiche Arbeiten für den Hochwasserschutz

Im Zuge der umfangreichen Arbeiten für den Hochwasserschutz kaufte die GmbH auf der Westseite rund 3800 Quadratmeter Fläche, die früher als Tennisplätze dienten und nun als Sicherheitszone für den Stadionbetrieb vorgehalten werden. Auf dieser Seite können zum einen neue Fluchtwege entstehen, und obendrein gibt es eine Fläche von 2000 Quadratmetern, auf der im Notfall Rettungssanitäter und Ärzte ihre Arbeit verrichten könnten. Zobel ist deshalb optimistisch, dass das Vorhaben der Stadion GmbH problemlos realisiert werden könnte.

„Im Grunde muss nur eine Treppe eingebaut werden, was lediglich eine Investition von etwa 5000 Euro bedeuten würde“, sagt Zobel. Die Einfahrt zum Innenraum für Lkw mit dem notwendigen Equipment sei durch das Tor eins möglich. Der Rasen könne mit Platten abgedeckt werden. Für den Bühnenbereich würden Schwerlastplatten für den Untergrund ausgelegt. „Das machen wir bereits heute so“, sagt Zobel. Beispielsweise bei der Veranstaltung B2Run (Beat Run) Bremen.

Auch die Frage der möglichen Beschwerden der Anwohner durch weitere Großveranstaltungen sei geklärt. „Es gibt einen Kontrakt, der mit der Anwohnerinitiative ausgehandelt wurde, der uns vier Großkonzerte im Jahr im Stadion erlaubt“, betont der Geschäftsführer. Die Stadion GmbH habe sich in den vergangenen Jahren wegen fehlender Kapazitäten nicht um Großkonzerte kümmern können. „Wir haben hier seit Jahren wegen des Umbaus eine großflächige Baustelle. Wir konnten uns schlicht nicht mit solchen Projekten befassen“, sagt Zobel.

"2018 könnte es losgehen"

Da die Anträge noch nicht genehmigt wurden, geht er davon aus, dass es 2017 keine Großkonzerte mehr im Bremer Stadion geben wird. „Anfragen gibt es, aber die Konzertveranstalter haben uns signalisiert, dass sie für ihre Tourneeplanung mindestens ein Jahr Vorlauf benötigen“. Die Resonanz der Öffentlichkeit sei positiv. „2018 könnte es losgehen. Da freuen sich viele darauf“, glaubt Zobel.

Aus wirtschaftlichen Gründen müsse die Stadion GmbH die Konzerte nicht ausrichten. „Wir schreiben bereits heute schwarze Zahlen“, so Zobel weiter. Auch bei einem möglichen Abstieg Werder Bremens sei der Betrieb des multifunktionalen Stadions laut Geschäftsführung wirtschaftlich tragbar.

In der Bremer Baubehörde sei der Antrag der Stadion GmbH in Arbeit, bestätigt Sprecher Jens Tittmann. Wann und ob überhaupt das Vorhaben genehmigt wird, könne man derzeit aber nicht sagen. „Wir werden im Interesse aller Konzertbesucher genau prüfen, ob das Sicherheitskonzept für das Stadion schlüssig ist“, sagt Tittmann. Indes hat der Beirat Östliche Vorstadt laut Udo Würtz, Sprecher der Anwohnerinitiative „Pauliner Marsch“, bereits vor einigen Wochen das Vorhaben begrüßt. „Solange das mit dem Verkehrskonzept funktioniert, das eine weiträumige Sperrzone rund um das Stadion beinhaltet, ist alles wunderbar“, so Würtz.

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