Kommentar zu Olympia im Norden Die Olympia-Idee ist ein Hirngespinst

Olympische Spiele im Norden, das mag auf den ersten Blick verführerisch klingen. Doch die Idee ist unausgegoren und bleibt deshalb ein Hirngespinst, meint Mathias Sonnenberg.
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Die Olympia-Idee ist ein Hirngespinst
Von Mathias Sonnenberg

Zugegeben, die Idee klingt verführerisch: Olympische Spiele in Norddeutschland wünscht sich eine Mehrheit der norddeutschen Landesverbände des Wirtschaftsrates. Davon soll – natürlich – in erster Linie die Wirtschaft profitieren. Und die ganze Welt könnte 2032 oder 2036 sehen, wie schön es in Bremen, Rostock oder auch Osnabrück ist. Doch so richtig neu ist die Idee nicht, es ist schließlich erst vier Jahre her, dass die Hamburger in einem Volksentscheid Olympia an der Elbe verhinderten.

Warum der Norden jetzt in einen Wettbewerb mit dem Ruhrgebiet treten soll, das sich 2032 für die Spiele bewerben will, bleibt unklar. Dort sind die Verantwortlichen einige Schritte weiter, Konkurrenz aus dem eigenen Land ist wenig förderlich. Denn das größte Problem ist und bleibt die Finanzierung. Völlig utopisch, dass Bremen Gelder für eine olympische Infrastruktur zur Verfügung stellt. Schon jetzt gibt es viel zu wenig Geld für den Sport und viele marode Turnhallen in der ganzen Stadt. Und Hilfe aus Berlin ist auch nicht zu erwarten.

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Die letzten deutschen Bewerbungen ha­ben gezeigt, dass es für Olympische Spie­le wenig bis gar keine Akzeptanz in der Bevölkerung gibt. So bleibt die Idee von Olympia im Norden bei naher Betrachtung einfach nur ein Hirngespinst.

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