Die Serie

Bremen. Alle Menschen sind Aussteiger - wenn sie mit dem Bus oder der Straßenbahn unterwegs sind. Die Haltestellen, an denen eine Fahrt häufig endet, sind mit Erinnerungen verknüpft, mit schönen und weniger schönen. Haltestellen sind Fixpunkte im Alltag einer Stadt, Freiluftwartezimmer, Treffpunkte, an denen man immer wieder dieselben Leute sieht, vertraute Unbekannte, nach denen man unwillkürlich Ausschau hält. In dieser Serie stellen wir Haltestellen und ihre "Stammhäste" vor.
19.01.2010, 19:17
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Bremen. Alle Menschen sind Aussteiger - wenn sie mit dem Bus oder der Straßenbahn unterwegs sind. Die Haltestellen, an denen eine Fahrt häufig endet, sind mit Erinnerungen verknüpft, mit schönen und weniger schönen. Haltestellen sind Fixpunkte im Alltag einer Stadt, Freiluftwartezimmer, Treffpunkte, an denen man immer wieder dieselben Leute sieht, vertraute Unbekannte, nach denen man unwillkürlich Ausschau hält. In dieser Serie stellen wir Haltestellen und ihre "Stammhäste" vor.

Theatrium:

'Nächste Haltestelle Lloydstraße': Martina Dominiczak ist am Ziel. Auch an diesem Morgen kurz nach halb acht ist die Straßenbahn der Linie 2 brechend voll. Heerscharen von Schülern sind nach Walle unterwegs.

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Sebaldsbrück:

Werner Kaufmann hat seine persönliche Verbindung zur Straßenbahn mit dem Alter immer weiter ausgebaut: Als Pöks hatte er sie täglich vor Augen, heute benutzt der Elektroinstallateur sie wochentags für die Fahrten zur Arbeit in Hulsberg, sonnabends und ein, zwei Abende unter der Woche die Buslinie 38, um ins Sebaldsbrücker Depot zu gelangen.

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Heukämpendamm:

'Möchtest du auf den Spielplatz?' Wenn der vierjährige Simon Widdecke diese Frage hört, dann schüttelt er meist nur den Kopf. 'Lieber zur Straßenbahn', sagt er dann und strahlt. Bei jedem Spaziergang durch Arsten führt Simons erster Weg zur Haltestelle Heukämpendamm.

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St.-Jürgen-Straße:

Mit vielen schönen Erinnerungen an alte Zeiten verbindet Gisela Richter die Gedanken an 'ihre' Haltestelle St.-Jürgen-Straße, während Angela Thies und ihre Tochter Anna-Lena ein kleines Alltagsdrama mit Happy-End schildern können.

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Nienburger Straße und Endhaltstelle Borgfeld:

Hans-Dieter Folk aus der Hamburger Straße schreibt seit seiner Jugend Gedichte, Geschichten und Märchen. Auch zur Haltestelle Nienburger Straße kann er sich etwas zusammenreimen. Ähnlich geht es Ilona Rudolph. Jeden Morgen, wenn sie mit der Linie 4 von der Endhaltestelle in Borgfeld in Richtung Innenstadt fährt, kribbelt es ihr in den Fingern.

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Seniorenzentrum Ricarda-Huch-Straße:

In der Geschichte von Marianne Litwinski ist der Serientitel "Meine Haltestelle" ganz wörtlich zu verstehen: Sie kann nämlich von einer Haltestelle berichten, die es ohne sie womöglich gar nicht gäbe.

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Diako:

'Und - bist du wieder mit der Straßenbahn da? Wie war's denn heute so?' Mit so beiläufig wie möglich gestellten Fragen ziehen die Kollegen in der Notfallambulanz Hanna Dommer gerne mal auf, wenn sie morgens um 6 Uhr die Wochenendfrühschicht im Diako antritt.

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Ulrichsplatz:

Ein Straßenschild erinnert an der zentralen Haltestelle am Ostertorsteinweg an Karl-Heinrich Ulrichs. Der Soziologe Jörg Hutter aus dem Viertel hat sich dafür eingesetzt, den ehemals namenlosen Platz nach dem deutschen Vorkämpfer der Homosexuellen-Bewegung zu benennen, der sich schon im 19. Jahrhundert zu seiner Liebe zu Männern bekannte.

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Domsheide:

'Nächste Haltestelle Domsheide': Joachim Steinbrück steht in einer Straßenbahn der Linie 2. Am Ulrichsplatz ist er eingestiegen, jetzt steigt er aus. Es wird wieder spannend. Vielleicht zweihundert Meter sind es bis zu seinem Arbeitsplatz im Börsenhof A. So kurz der Fußweg auch ist, es viele Tücken lauern hier.

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Schüsselkorb:

Um halb neun Uhr morgens steigt Maria Santos an Werktagen an der Haltestelle Theodor-Heuss-Straße in den Bus der Linie 25. Nur zwölf Minuten braucht sie bis zum Schüsselkorb. "Ich liebe es, morgens über den Markt zu gehen, wenn dort noch wenig los ist, und mir einen Obstsalat zu kaufen. Und dann bin ich auch schon da." Da, das heißt für Maria Santos im Haus der Wissenschaft in der Sandstraße.

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Martinianleger:

Dieter Stratmanns Haltestelle liegt direkt an der Weser. Busse und Straßenbahnen sieht er von hier nur aus der Ferne, denn die halten nicht unmittelbar am Fluss. Seine Haltestelle ist der Martinianleger. Rein theoretisch steht ihm von diesem Schiffsanlager aus die ganze Welt offen.

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