Kommentar über die Kosten des Stadion-Umbaus

Die Stadt trägt Verantwortung

Dass im Fall des Abstiegs die Stadt ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommt und so hilft, dass Werder schnell wieder aufsteigt, ist Teil der Verantwortung, die sie tragen sollte, schreibt Christoph Sonnenberg.
19.02.2020, 05:00
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Die Stadt trägt Verantwortung
Von Christoph Sonnenberg
Die Stadt trägt Verantwortung

Das Bremer Stadion.

Karsten Klama

Ein Blick in den Südwesten reicht, um zu verstehen, was der Abstieg eines Traditionsklubs für Folgen haben kann. Der 1. FC Kaiserslautern, der Betzenberg, das sagt fast jedem Fußball-Fan Deutschlands etwas. Die traurige Realität ist Platz 14 in der 3. Liga, ein ewiger Kampf gegen die Insolvenz. Ein Grund für den Absturz sind die Kosten für den Umbau des Stadions, die falsch kalkuliert wurden und nun wenig finanziellen Spielraum lassen.

Auch in Bremen wurden die Abträge der Kredite, mit denen der Umbau des Weserstadions finanziert wurde, falsch kalkuliert. Auch Werder hat schwer an den Summen zu tragen. Bei einem Abstieg in die 2. Liga würde sich die Last weiter erhöhen. Bisher war Werder stolz darauf, den Umbau des Stadions selbst zu finanzieren, obwohl die Stadt bei der Bremer Weser-Stadion GmbH als Gesellschafter zu 50 Prozent beteiligt ist. Denn gezahlt hat die Stadt nur minimale Summen, oder sie hat einen Kredit gewährt, den Werder allein getilgt hat.

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