Kommentar über Straßenverkehr Die träge Republik braucht eine Verkehrswende

521.000 Stunden Stau gab es im vergangenen Jahr auf deutschen Straßen. Eine Verkehrswende nach Schweizer Vorbild wäre auch in Deutschland nicht die schlechteste Lösung, findet Rebecca Sawicki.
07.02.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Die träge Republik braucht eine Verkehrswende
Von Rebecca Sawicki

Die Zahl ist erschreckend: 521.000 Stunden Stau gab es im vergangenen Jahr auf deutschen Straßen. Das sind gut 59 Jahre. Gerade die A1 ist eine der staureichsten Autobahnen des Landes. Die Ursachen sind Baustellen und hohes Verkehrsaufkommen. Letzteres lässt sich verringern, und zwar mit einer Idee, die in der Schweiz bereits seit 1994 konsequent verfolgt wird – die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Ziel war es, 2018 maximal 650.000 Lkws jährlich durchs Land fahren zu lassen.

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Dieser Richtwert wurde mit rund einer Millionen Lkw zwar deutlich überschritten, schuld daran ist aber nicht das Schienensystem der Schweiz. Vielmehr liegt die hohe Zahl am Trassenausbau der Grenzregionen – vor allem Deutschland hängt hinterher. Über die träge Republik beschwert sich auch Österreich, Stichwort Brenner-Basistunnel. Auf der A1 in Bremen und Niedersachsen ist jedes fünfte Fahrzeug ein Brummi. Eine Verkehrswende nach Schweizer Vorbild wäre auch hier nicht die schlechteste Lösung im Kampf gegen die Staus. Durch die Verlagerung auf die Schiene könnte so neben den Nerven der Autofahrer auch die Umwelt entlastet werden.

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