Neujahrsempfänge in Bremen Die Zeit der großen Feste und Empfänge

Auf den Veranstaltungen zu Jahresbeginn wird der Blick nach vorn gerichtet. Die größte Strahlkraft haben Eiswettfeier und Schaffermahlzeit. Auch kleinere Festivitäten überzeugen mit wichtigen Themen.
14.01.2018, 18:08
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Die Zeit der großen Feste und Empfänge
Von Frauke Fischer

Wenn das Jahr die ersten Tage hinter sich hat, beginnt die Zeit der Neujahrsempfänge und großen Feste von Vereinen, Parteien und Verbänden. Damit werden Prioritäten gesetzt, der Blick nach vorne gerichtet. Was wird es bringen, welche Möglichkeiten und Herausforderungen stehen an. Den Anfang unter den großen gesellschaftlichen Ereignissen mit Strahlkraft weit über Bremen hinaus macht das Eiswettfest am Sonnabend, 20. Januar, im Congresscentrum. Dazu gehört natürlich auch ein Redner von Rang und Namen, der sich mit einem Leitthema oder sogar mehreren Besonderheiten der Stadt identifizieren kann. Dieses Jahr wird es Carsten Spohr, Chef der Lufthansa, sein. Er hat einst als junger Wirtschaftsingenieur bei der hiesigen Verkehrsschule der Lufthansa gearbeitet und damit einen Bezug zur Stadt. Außerdem wird Reinhard Zink, Urenkel des Mitbegründers der Firma Miele, erwartet. Die Redner, die vor den etwa 800 ausschließlich männlichen Gästen sprechen, sollen Informatives mit Heiterem verbinden. Erneut kommt das gesammelte Geld des Abends den Seenotrettern zugute.

Bremen hat sich als Standort für Luft- und Raumfahrt, Logistik, Hafen- und Schifffahrt sowie Autobau einen Namen gemacht. All das spielt für die zweite große Veranstaltung in der Stadt eine Rolle: die Schaffermahlzeit am 9. Februar. Wie für die Eiswettfeier gilt auch für die Schaffermahlzeit, dass die Vorbereitungen in die entscheidende Endphase gehen. Die Gästelisten müssen stetig aktualisiert werden. Immer mal wird ein Gast krank oder kann aus anderen Gründen nicht anreisen. Das wird Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hoffentlich erspart bleiben: Er ist als Ehrengast zur Schaffermahlzeit eingeladen.

Für die diesjährigen kaufmännischen und Kapitänsschaffer, sowie die Bremer Kaufleute von Rang und Namen, die in Vorjahren schon geschafft haben, und gut 100 Gäste aus der ganzen Welt geht es für das große Essen mit vielen Reden ins Rathaus. Die Schaffermahlzeit soll in diesem Jahr erneut Männer und einige Frauen zusammenbringen, die in ihren jeweiligen Unternehmen etwas zu sagen haben. Die drei kaufmännischen Schaffer, die den Tag im Namen der Stiftung Haus Seefahrt ausrichten und auch die Kosten übernehmen, sind in diesem Jahr SWB-Chef Torsten Köhne, Matthias Ditzen-Blanke, Verleger der „Nordsee-Zeitung“ in Bremerhaven, sowie Malte Seekamp vom gleichnamigen Bremer Werbe-Unternehmen. Gäste dürfen nur einmal in ihrem Leben teilnehmen. Es ist eine Veranstaltung mit einer feststehenden Anzahl und Abfolge von Reden. Die Hauptreden übernehmen jeweils die drei neuen Schaffer. Doch auch Kapitäne und Vertreter von Haus Seefahrt gehören zu den Rednern, die sich verschiedenen, ebenfalls festgelegten Themen mit Bremen im Mittelpunkt aus ihren jeweiligen Blickwinkeln widmen. Dazu können etwa die Bedeutung von Schifffahrt und Logistik sowie dem Haus Seefahrt zählen.

Der Neujahrsempfang des Senats ist bereits für den 17. Januar geplant. Auch zu diesem Termin finden sich dann eine Reihe vor allem Bremer, aber auch auswärtige Prominente sowie Multiplikatoren von verschiedenen Verbänden und anderen Gruppierungen mit guten Netzwerken im Rathaus ein. Geladener Redner ist Alfred Grosser. Er ist ein wichtiger deutsch-französischer Publizist mit jüdischen Wurzeln, der sich für die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland sowie den europäischen Gedanken stark macht. Der Politikwissenschaftler und Soziologe wurde 1925 in Frankfurt geboren.

Einen Auftaktabend für dieses Jahr hat auch die SPD gesetzt. Unter dem Leitthema „Armutsrisiko Kind“ beschäftigt sich der Abend im Martinsclub Bremen mit der Kindergrundsicherung. Es sollen verschiedene Aspekte des Themas zur Sprache kommen.

Die CDU im Land Bremen hat ihren Neujahrsempfang ebenfalls in den Februar gelegt, und zwar auf den 8. des Monats. Er findet also eine Woche nach dem Abend der Genossen statt. Ehrengast ist bei der Bremer Oppositionspartei der CDU-Ministerpräsident aus Schleswig-Holstein, Daniel Günther. Er wird unter anderem über seine Erfahrungen mit einer Regierungs-Koalition von CDU, Grünen und FDP auf Landesebene sprechen.

Die Grünen in Bremen haben es stattdessen ihren Kreisverbänden überlassen, jeweils zu Neujahrsempfängen in ihren Bereichen einzuladen. So lädt der Kreisverband Mitte/Östliche Vorstadt am 25. Januar beispielsweise ins Alte Fundamt ein.

Auch der Bremer Frauenausschuss hat wieder einen Neujahrsempfang geplant. Er soll wie der Neujahrsempfang des Senats – ob das keine Überschneidungen gibt – am 17. Januar stattfinden, und zwar im Gerhard-Marcks-Haus. Dabei wird Andrea Wittrock von der Polizeidirektion Bremen einen Impulsvortrag halten. Der Abend beginnt um 18 Uhr.

Später im Jahr, nämlich am 23. Juni, will der Bremer Rat für Integration dann ein Sommerfest veranstalten. Außerdem gibt es am 5. Juli den Diversity-Tag. An diesem Tag wird jedes Jahr eine herausragende Persönlichkeit und Firma geehrt, die sich dem Thema in besonderer Weise widmen, beispielsweise durch Förderung von Diversity in Unternehmen oder Verbänden. Es geht unter anderem um Vielfalt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Gemeint sind etwa die geschlechtliche Vielfalt, jene von Jungen und Älteren sowie von Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern und Kulturen.

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