Wahlen beim BUND-Landesverband Dieter Mazur übernimmt Vorsitz

Altstadt·Horn-Lehe. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Bremen, hat der rot-grünen Koalition jetzt vorgeworfen, wichtige Naturschutzprojekte in Bremen auf die lange Bank zu schieben. So hätten die Politiker weder die Ausweisung des Naturschutzgebiets "Hochwasserrückhaltepolder Neustädter Hafen" vorgenommen noch das Landschaftsschutzgebiet "Uniwildnis" auf den Weg gebracht.
18.06.2012, 05:00
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Von Wk

Altstadt·Horn-Lehe. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Bremen, hat der rot-grünen Koalition jetzt vorgeworfen, wichtige Naturschutzprojekte in Bremen auf die lange Bank zu schieben. So hätten die Politiker weder die Ausweisung des Naturschutzgebiets "Hochwasserrückhaltepolder Neustädter Hafen" vorgenommen noch das Landschaftsschutzgebiet "Uniwildnis" auf den Weg gebracht.

Vorgetragen wurde die Kritik am Bremer Senat auf der BUND-Jahreshauptversammlung im Kultursaal der Arbeitnehmerkammer, bei der auch Neuwahlen anstanden. Der Lehrer Dieter Mazur aus Horn-Lehe zum neuen Vorsitzenden des Umweltverbandes gewählt. Der BUND hat drei Vorsitzende. Professor Helmut Horn aus Lesum wurde von den Mitgliedern als Vorsitzender bestätigt. Weiterer Vorsitzender ist Klaus Prietzel. Eike Rachor schied als Vorsitzender aus. Für ihn rückte Dieter Mazur nach, der bereits seit einigen Jahren als Beisitzer im Vorstand mitarbeitete.

Neu in den Vorstand gewählt wurde die Rechtsanwältin Ute Golasowski und der Biologe Heiko Brunken, Professor an der Hochschule Bremen.

Auf der Versammlung hieß es, der Hochwasserrückhaltepolder am Neustädter Hafen sei ein reich strukturiertes Auengebiet, das Sturmfluten aus der Weser aufnimmt und viele seltene Vogelarten wie Rohrdommel und Blaukehlchen beherberge. Die Uniwildnis wiederum sei das entscheidende Bindeglied in der Grünachse zwischen Bürgerpark/Stadtwald und der offenen Niederungslandschaft von Blockland und Hollerland und werde intensiv für die Naherholung genutzt.

Mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution "Naturschutz nicht auf die lange Bank schieben – Koalitionsvertrag umsetzen" fordern die Teilnehmer der BUND-Jahreshauptversammlung die Bremer Regierungsparteien und die zuständigen Senatsressorts auf, die Unterschutzstellung der beiden Gebiete Hochwasserrückhaltepolder und Uniwildnis unverzüglich zu beginnen und beide Verfahren noch in dieser Legislaturperiode abzuschließen.

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