Kommentar über Online-Strafzettel

Digitale Knöllchen: ein bisschen erträglicher

Bremen überlegt, schon bald Strafzettel für Parksünder auszustellen, die umgehend online bezahlt werden können. Das wäre ein guter nächster Schritt in Sachen Digitalisierung, meint André Fesser.
03.11.2017, 19:49
Lesedauer: 1 Min
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Digitale Knöllchen: ein bisschen erträglicher
Von André Fesser
Digitale Knöllchen: ein bisschen erträglicher

Der Bremer Senat will die Online-Bezahlung für Knöllchen einführen. (Symbolbild)

imago

Alle Welt redet über Digitalisierung. Darüber, dass wir hinterherhinken in einer Sache, in der jetzt alles ganz schnell gehen muss, und dass man nicht den Anschluss verlieren darf. Der Bremer Senat hat den Plan gefasst, die Digitalisierung voranzutreiben, und dafür zunächst 40 Millionen Euro bereitgestellt. Damit soll angeschoben und umgesetzt werden, was anderswo längst normal ist. Die Modernisierung der Verwaltungsdienstleistungen zum Beispiel ist dringend geboten. Denn wer will heutzutage schon zum Amt gehen für etwas, das sich ganz einfach mit ein paar Mausklicks von zu Hause oder unterwegs erledigen lässt?

Und auch wenn Bremen im kommenden Jahr seinen Ordnungsdienst auf die Straße schicken will, ist es sinnvoll, von vornherein darüber nachzudenken, wie er digital angebunden werden kann. Bremerhaven macht schon vor, wie es gehen kann: Das digitale Knöllchen kann vom Parksünder umgehend bezahlt und somit aus der Welt geschafft werden. Dadurch wird die Verwaltung entlastet, es werden langwierige Postwege umgangen und obendrein auch noch Papier gespart. Zugegeben: Kein Autofahrer steht auf Knöllchen. Aber digital werden sie ein bisschen erträglicher.

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