Konrektorin für Digitalisierung

Volkshochschul-Chefin wechselt in die Leitung der Hochschule Bremen

Sabina Schoefer wird ab Juni Konrektorin für Digitalisierung an der Hochschule Bremen. Die Bremer Volkshochschule bekommt eine kommissarische Doppelspitze, eine dauerhafte neue Leitung wird noch gesucht.
16.04.2020, 08:30
Lesedauer: 2 Min
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Volkshochschul-Chefin wechselt in die Leitung der Hochschule Bremen
Von Sara Sundermann
Volkshochschul-Chefin wechselt in die Leitung der Hochschule Bremen

Bislang leitet Sabina Schoefer die Volkshochschule, nun soll sie ab Juni an der Hochschule Bremen Digitalisierungsprozesse steuern.

Christina Kuhaupt

Knapp neun Jahre lang hat Sabina Schoefer die Bremer Volkshochschule mit ihren rund 110 Beschäftigten geleitet, nun tritt sie einen neuen Job an: Am 1. Juni wird sie Konrektorin für Digitalisierung an der Hochschule Bremen (HSB). Dieser Posten ist an der Hochschule neu geschaffen worden, das bislang vierköpfige Rektorats-Team wird damit in Zukunft fünfköpfig.

Die Bremer Volkshochschule (VHS) wird nach Angaben der Kulturbehörde, der die VHS unterstellt ist, fürs Erste kommissarisch geleitet von einer Doppelspitze: Die Führung ab 1. Juni übernehmen Susanne Nolte, bislang stellvertretende Direktorin der Bildungseinrichtung, sowie Werner Dammann, kaufmännischer Leiter der VHS. „Die Stelle der Leitung wird neu ausgeschrieben“, sagt Heiner Stahn, Sprecher des Kulturressorts.

„Ich bedaure den Wechsel von Dr. Schoefer sehr, kann aber verstehen, dass eine solch profilierte Führungspersönlichkeit nach nun knapp neun Jahren an der Spitze der Bremer Volkshochschule eine neue Herausforderung sucht“, sagt Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz und dankt Sabina Schoefer für ihre Arbeit für die VHS. Es sei Schoefer gelungen, die Bildungsinstitution in dieser Zeit in vielen Bereichen weiterzuentwickeln und wichtige Weichenstellungen vorzunehmen.

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Schoefer ist promovierte Soziologin und arbeitete viele Jahre in der Organisationsentwicklung. Bevor die heute 60-Jährige die Volkshochschul-Leitung übernahm, war sie unter anderem für eine international aufgestellte Beratungsfirma in Hamburg tätig und als Dozentin in der Erwachsenenbildung.

An der Hochschule Bremen mit ihren etwa 600 Beschäftigten und 8500 Studierenden erwartet Schoefer ein breites Aufgabenfeld: In ihrer fünfjährigen Amtszeit als Konrektorin solle sie die Digitalisierung in den Bereichen Studium und Lehre, Forschung, Transfer und Weiterbildung sowie in der Verwaltung weiterentwickeln, heißt es in einer Mitteilung der HSB.

Schwerpunkte sollen dabei digitale Lehr-, Lern- und Prüfungsformate sein. Die Ergebnisse von Digitalisierung in allen Bereichen zu koordinieren, werde immer wichtiger, sagt HSB-Rektorin Luckey. Sie freue sich, Schoefer für diese Zukunftsaufgabe gewonnen zu haben. „Gerade die aktuellen Herausforderungen wegen der Corona-Pandemie belegen die Notwendigkeit, in sämtlichen Bereichen digital gut aufgestellt zu sein.“

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Der Posten als Konrektorin für Digitalisierung habe sie unter anderem gereizt, weil es sich dabei um eine Querschnittsaufgabe handele, sagt Sabina Schoefer: „Digitalisierung ist ein Riesen-Lernfeld, meine Aufgabe wird es sein, ein System mit Beratung und Support für die Hochschule anzubieten.“

Digitales Lernen und Lehren im Eiltempo auszubauen ist derzeit für Hochschulen aufgrund der Corona-Pandemie das Gebot der Stunde – die Hochschule Bremen, deren Vorlesungszeit im Sommersemester am 9. März begann, befindet sich derzeit mitten in einem Homelearning-Semester ohne Präsenzveranstaltungen.

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