Gewoba bringt wieder neue Nistkästen an Doppelhäuser für Spatzen in der Vahr

Neue Vahr (xja). Pünktlich zum Beginn der Brutsaison wird der "Gewoba-Sauerstoffpfad" auch in diesem Jahr um tierische Unterkünfte erweitert. Gemeinsam mit der Deutschen Wildtierstiftung setzt sich die Gewoba verstärkt für die Spatzenrettung ein und brachte Nistkästen an.
23.02.2012, 05:00
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Von xja

Neue Vahr (xja). Pünktlich zum Beginn der Brutsaison wird der "Gewoba-Sauerstoffpfad" auch in diesem Jahr um tierische Unterkünfte erweitert. Gemeinsam mit der Deutschen Wildtierstiftung setzt sich die Gewoba verstärkt für die Spatzenrettung ein und brachte Nistkästen an.

Der kleine Vogel gehört mittlerweile zu den gefährdeten Vogelarten Deutschlands, weil seine Lebens- und Nistbedingungen in den Städten immer schwieriger werden. Am Startpunkt des "Vahrer Sauerstoffpfads", dem Gewoba-Kultursalon in der Emil-Sommer-Straße 1a, haben der Gewoba-Landschaftsplaner Stefan Berndt und sein Kollege Michael Haacke die ersten zwei von insgesamt fünf neuen Nistkästen angebaut. In den Doppelhäusern finden jeweils zwei Spatzenfamilien Platz. Der Spatz ist ein Koloniebrüter, weshalb die Häuser von der Gewoba immer als kleine Siedlungen mit zwei oder mehr Häusern in direkter Nachbarschaft installiert werden. "Da andere Brüter keine direkte Nachbarschaft mögen, sind diese Doppelhäuser tatsächlich den Spatzen vorbehalten", erklärt Birgit Radow von der Deutschen Wildtierstiftung. Vögel wie Meisen beziehen zwar vereinzelt auch mal ein Spatzenhaus, ziehen in der Regel aber das klassische Einfamilienhaus vor.

"Ein intaktes Wohnumfeld mit viel Lebensqualität ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir wollen neben der Pflege des Grünanteils in der Vahr auch Lebensraum für die Tiere erhalten oder sogar neu schaffen", sagt Vorstandsmitglied Manfred Sydow. Die ersten Vogelhäuschen für die Vahr wurden im vergangenen Frühjahr von Schülerinnen und Schülern der Klasse 7b der Schule Carl-Goerdeler-Straße entlang des Sauerstoffpfades angebracht und waren nach kürzester Zeit "vermietet". In der vergangenen Woche wurden im Bremer Westen ebenfalls 16 Spatzennistkästen angebracht.

Die Vielfalt des Baumbestandes in der Vahr veranlasste die Gewoba, 2010 einen beschilderten Baumlehrpfad einzurichten. Er gibt Auskunft über Alter, Blüte und Herkunft von mehr als 60 verschiedenen Bäumen und Pflanzen. Zusätzlich werden die errechnete jährliche Sauerstoffproduktion und der CO2-Verbrauch ausgewiesen.

Ein ausführliches Infoblatt zum Sauerstoffpfad mit Plan, Streckenführung und ausgewiesenen Höhepunkten ist bei der Gewoba erhältlich.

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