Ein Empfang zum Abschied: Museumsleiterin Friederike Daugelat sagt Vegesack Adieu "Drei erfolgreiche Jahre für Overbeck"

Vegesack. "Es waren nur drei Jahre. Aber es waren erfolgreiche, wunderschöne Jahre für Overbeck." Leise Wehmut schwang in den Worten von Alfred Meyer-Piening. Es waren Worte des Abschieds für Friederike Daugelat. Zum Jahresende verlässt die Leiterin des Overbeck-Museums ihre Wirkstätte in Vegesack. Die promovierte Kunsthistorikerin wird Kulturreferentin des Landkreises Stormarn in Schleswig-Holstein. Im Overbeck-Museum hat sich Daugelat vergangenen Dienstagabend mit einem Empfang offiziell verabschiedet.
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Von Gabriela Keller

Vegesack. "Es waren nur drei Jahre. Aber es waren erfolgreiche, wunderschöne Jahre für Overbeck." Leise Wehmut schwang in den Worten von Alfred Meyer-Piening. Es waren Worte des Abschieds für Friederike Daugelat. Zum Jahresende verlässt die Leiterin des Overbeck-Museums ihre Wirkstätte in Vegesack. Die promovierte Kunsthistorikerin wird Kulturreferentin des Landkreises Stormarn in Schleswig-Holstein. Im Overbeck-Museum hat sich Daugelat vergangenen Dienstagabend mit einem Empfang offiziell verabschiedet.

Die Familie Overbeck, Vorstand und Mitglieder des Trägervereins "Freunde des Overbeck-Museums", Mäzene, festangestellte und ehrenamtliche Mitarbeiter des Hauses, Vertreter des Kulturbüros Nord, der Vegesacker Ortsamtsleiter und viele andere - mehr als 100 Gäste waren gekommen, um Lebewohl zu sagen. Sie lassen Daugelat ziehen, wenn auch nur schweren Herzens. Gertrud Overbeck machte es in warmen, sehr persönlichen Worten deutlich. "Dieser Abschied ist traurig, aber überstrahlt von Dankbarkeit", sagte die Museums-Gründerin und Enkelin des Malers Fritz Overbeck.

Drei Jahre Höhenflug

Mit Alfred Meyer-Piening, langjähriger früherer Vorsitzender des Trägervereins, würdigte sie die Leistungen der scheidenden Museumsleiterin. Daugelat habe dem Haus und der öffentlichen Anerkennung der Werke von Fritz und Hermine seit ihrem Antritt am 1. November 2007 einen Schub gegeben. "Die drei Jahre waren eine Hochphase." Der Namenswechsel von der Overbeck-Stiftung zum Overbeck-Museum, ein modernes Logo, Kooperationen mit anderen Einrichtungen, eine professionelle Pressearbeit - damit habe Daugelat Weichen gestellt. "Neben der Familie und dem Trägerverein hast du eine weitere feste Stütze in den Boden geschlagen."

Der Erfolg zeige sich nicht nur in steigenden Besucherzahlen und überregionaler Anerkennung. "In der Bremer Museumslandschaft hat das Overbeck-Museum jetzt seinen festen Platz. Das ist die Krönung unserer Bemühungen", dankte die Maler-Enkelin im Namen der Familie. "Gleichberechtigt" stehe das Haus durch die Arbeit seiner Leiterin heute in der Bremer Museums-Riege, unterstrich Meyer-Piening. Die Umfirmierung zum Museum sei "wichtig für die öffentliche Hand" gewesen, die dem Haus verstärkt unter die Arme greift.

Daugelat überlasse ihrer Nachfolgerin Katja Pourshirazi ein gut bestelltes Haus, meinte der Aufsichtsratsvorsitzende des Kulturbüros Nord, Heinrich Theilmann. Pourshirazi sagte ihrer Noch-Chefin im Namen der Mitarbeiter Dank: "Du hast dazu beigetragen, dass uns die Arbeit hier sehr viel Spaß gemacht hat."

Für Daugelat war es das Stichwort, die Bedeutung der festen und vor allem auch der rund 50 ehrenamtlichen Mitarbeiter hervorzuheben. "Ein Haus wie das Overbeck-Museum lebt vom großen ideellen Einsatz aller Mitarbeiter. Ich habe hier eine große Tatkraft und Loyalität erfahren." Neben dem Team galt ihr Dank allen, die sie und das Haus in den vergangenen drei Jahren unterstützten, besonders Gertrud Overbeck. Die überreichte Daugelat eine 1896 entstandene Worpswede-Radierung ihres Großvaters. Daugelat hat auch ein Abschiedsgeschenk für das Museum vorbereitet: eine Sonderschau zum Werk von Hermine Overbeck-Rohte vom 29. Mai bis 25. September 2011.

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