Heroindealer jetzt in der Neustadt Drogenhandel geht zurück

Bremen. Der offene Drogenhandel im Steintor und Ostertor ist rückläufig. Das geht aus dem 'Lagebericht Sielwalleck' hervor, mit dem sich die Innendeputation in ihrer jüngsten Sitzung beschäftigt hat.
06.03.2010, 13:52
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Von Niels Kanning

Bremen. Der offene Drogenhandel im Steintor und Ostertor ist rückläufig. Das geht aus dem 'Lagebericht Sielwalleck' hervor, mit dem sich die Innendeputation in ihrer jüngsten Sitzung beschäftigt hat.

Der Handel mit Heroin sei 'fast vollkommen' vom Sielwall verdrängt worden, heißt es in dem Bericht. Ein neuer Schwerpunkt des Heroinhandels habe sich an der sogenannten Piepe in der Neustadt entwickelt. Im Steintor und Ostertor würden die Dealer jetzt Kokain und Cannabis verkaufen, hauptsächlich im Bereich der Straße Fehrfeld. Der Kokainhandel werde von Schwarzafrikanern dominiert, die meist als Asylbewerber nach Bremen kommen.

Im vergangenen Jahr haben Polizeibeamte 12400 Stunden - 1815 Stunden mehr als 2008 - damit verbracht, den offenen Drogenhandel im Viertel zu bekämpfen. In der Jahresbilanz der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) Straßendeal stehen 94 Festnahmen und 28 Platzverweise für mutmaßliche Dealer. Die Beamten schrieben 607 Strafanzeigen und brachten 498 Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige. Die Viertelbewohner würden die polizeilichen Maßnahmen zur Bekämpfung des offenen Drogenhandels 'überwiegend positiv' bewerten.

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