Kommentar zum Bamf

Dürftige Informationspolitik

Das Bamf sollte endlich anfangen, das Verfahren rund um die Vorfälle in Bremen transparenter zu gestalten, schreibt Kristin Hermann in ihrem Kommentar.
25.05.2018, 18:37
Lesedauer: 1 Min
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Dürftige Informationspolitik
Von Kristin Hermann
Dürftige Informationspolitik

Schwieg eisern: Bamf-Präsidentin Jutta Cordt bei ihrem Besuch in Bremen

Frank Thomas Koch

Seit Tagen ist es das gleiche Spiel: Etliche Journalisten bitten beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) um Auskunft, etliche von ihnen werden abgewiesen. So ist es auch am Freitag bei dem Besuch von Bamf-Präsidentin Jutta Cordt und einer Delegation in Bremen. Zwar gibt es im Anschluss eine knappe Pressemitteilung, doch im Großen und Ganzen bleibt die Behörde ihrer Linie treu. Sicher, das Verfahren läuft – das Bamf hat selbst noch nicht auf alle Fragen eine Antwort.

Doch, dass die Präsidentin nicht einmal preisgeben kann, ob sie die Mitarbeiter in der Außenstelle in Bremen-Nord besucht hat, zeugt von einer dürftigen Informationspolitik und einem fragwürdigen Führungsstil.

Das Bamf sollte endlich anfangen, das Verfahren rund um die Vorfälle in Bremen transparenter zu gestalten. Das ist es den Bürgern schuldig, vor allem aber auch den vielen Schutzsuchenden, die seit dem Bekanntwerden der Vorkommnisse vielerorts unter Generalverdacht gestellt werden und nun nicht einmal mehr in Bremen ihre Anträge stellen dürfen. Gleiches gilt für die Mitarbeiter, die nun tatenlos in ihrer kaltgestellten Behörde ausharren müssen. Sie brauchen so schnell wie möglich Klarheit.

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