Krimi aus Bremen Durch Zufall Mördern auf der Spur

Liliane Skalecki und Biggi Rist schicken in ihrem Krimi zwei Frauen auf die Spur von Mördern. Ein Teil der Handlung spielt in Bremen und damit an einem Ort, an dem sich die Autorinnen gut auskennen.
03.07.2018, 20:51
Lesedauer: 3 Min
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Durch Zufall Mördern auf der Spur
Von Frauke Fischer

Wer Krimis liebt, noch dazu solche, in denen Bremen eine Rolle spielt, wird das neue Ermittlerduo aus Konstanz mögen. Das bremisch-niedersächsische Autorinnen-Duo Liliane Skalecki und Biggi Rist schickt mit mit dem Duo nun zum zweiten Mal zwei Frauen auf die Spur eines Mörders oder mehrerer Täter.

Die Autorinnen haben mit der Gärtnerin Malie Abendroth, eine gebürtige Bremerin, und der Behördenangestellten Lioba Hanfstängel zwei Figuren entwickelt, die am Bodensee leben. Die sehr unterschiedlichen Frauen lernen sich durch Zufall am Stand eines Tierschutzvereins kennen, freunden sich an und werden dann gemeinsam in ein Verbrechen hineingezogen. Schon der erste Tod hat mehr mit ihrem Leben zu tun, als den ungewollten Ermittlerinnen lieb ist.

Sie kommen nun im zweiten Fall auch Verbrechern auf die Spuren. Beim ersten Mal geraten sie auf die Spur eines Syndikats, das am Schmuggel mit seltenen, unter Naturschutz stehenden Tieren viel Geld verdient und auch vor Mord nicht zurückschreckt. Nun geraten die beiden Frauen auf Wunsch der Autorinnen aus Lilienthal und Bremen erneut mitten in ein Verbrechen.

Die Liebe zu Tieren

Dabei war es "Schicksal", so sagt Skalecki über ihre Kollegin und sich, "dass wir uns in unserer neuen Heimat überhaupt über den Weg liefen", geschweige denn, dass sie dann Kriminalromane gemeinsam schreiben sollten. "Daran waren eigentlich die Pferde schuld", erzählen die Autorinnen. Sie entdeckten, dass sie die Liebe zu den Tiere und dem Reiten neben der Freude am Schreiben teilen.

Beide hatten ihre Reitpferde zunächst auf einem Hof an der Landesgrenze zwischen Bremen und Niedersachsen, nämlich in Lilienthal, untergebracht. Dort liefen sie sich vor mehreren Jahren über den Weg. Auch nachdem Skalecki den Hof später wechselte, haben ihre Mitautorin und sie weiter zusammengearbeitet und tun das immer noch, aber nicht ausschließlich.

Der erste Schauplatz für einen gemeinsamen Krimi war mit dem Reiterhof schon gefunden. Kommissar Heiner Hölzle, Neubremer aus Schwaben, wurde zur Hauptfigur. Der Ermittler sollte dort seinen ersten von bislang fünf Fällen aufklären. Nun haben Skalecki und Rist die Gärtnerin und die Behördenmitarbeiterin auf Tour geschickt. Sie leben zwar beide in Konstanz, haben aber mit Malies Heimatstadt Bremen eine weitere Gegend, in der sie agieren dürfen. Der interessierte Leser kann jetzt ihr zweites Abenteuer als Leser erleben.

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Der von Skalecki und Rist erfundene Bremer Ermittler Heiner Hölzle geht von Berufs wegen auf Tätersuche. Malie Abendroth und Lioba Hanfstängel haben eigentlich nichts mit Verbrechen zu tun. Nun aber geht es nach ihrem ersten Fall schon mit neuen Todesfällen in ihrem nahen Umfeld weiter. Und die gilt es aufzuklären.

Die beiden Frauen haben viel mit ihren Erfinderinnen gemeinsam. Allein schon die Liebe zu Tieren teilen die vier Frauen. Deshalb muss das Duo im Krimi wieder aktiv werden. Wer "Ausgerottet" gern gelesen hat, soll nun auch bei bei "Elitewahn" auf seine Kosten kommen, versprechen die Autorinnen. "Der Krimi erscheint in Kürze, die erste Lesung gibt es im September in der Buchhandlung Leuwer Am Wall", sagt Rist.

Ihre tierlieben Ermittlerinnen wider Willen klären dieses Mal Todesfälle auf, die mit der heutigen Eliteschule Schloss Waldeck im Umfeld von Konstanz in Verbindung stehen. Die Gegenwart des Internats führt in die Vergangenheit der Nazi-Zeit. Die Autorinnen bringen ihre Hauptfiguren immer in Gegenden, die zumindest eine von ihnen gut kennt. Im Falle von Bremen kennen sich beide Schreiberinnen gut aus, immerhin wohnen sie hier seit Jahren. So werden deshalb Stadt und Land neben Konstanz auch im neuen Krimi "Elitewahn" für die Hauptfiguren eine Rolle spielen.

"Nicht allzu viel Blutvergießen"

Nach diesem gemeinsamen Werk ist vorerst allerdings keine Fortsetzung in Sachen gemeinsamer Krimis geplant. Entstanden sind die Krimis auf der Basis eines gemeinsam entwickelten Plots. Die von beiden geschriebenen Kapitel werden am Schluss zusammengebracht und von der jeweils anderen Schreiberin gegengelesen. Auch sind die beiden Autorinnen nicht nur als Duo auf dem Buchmarkt aktiv. So arbeitet Skalecki an einem Krimi aus alleiniger Feder und Rist hat sich für einen Roman an einen historischen Stoff gemacht.

"Wahre Abläufe und erdachte decken sich weitgehend", sagt Rist. Auch die Figuren gehen auf geschichtliche Vorbilder zurück. Es gibt eine Hauptfigur, die genau so gelebt haben könnte. "Bei den Krimis", sagt Skalecki, "ist uns wichtig, dass die Story nicht allzu viel Blutvergießen mit sich bringt". Vielmehr solle die Unterhaltung im Vordergrund stehen. Das versprechen die Autorinnen auch für das neue Werk.

Und vielleicht gibt es nach dem vorerst letzten Abenteuer für die Gärtnerin und die Behördenmitarbeiterin aus Konstanz ja auch weitere zu bestehen. Auf jeden Fall haben die Bremerin und die Lilienthalerin nun wohl erst mal wieder mehr Zeit für die geliebten Vierbeiner. Das Hobby wollen sich die beiden sehr unterschiedlichen Frauen erhalten. Und auf jeden Fall bleiben das Schreiben und die dazu gehörigen gemeinsamen Lesungen ebenfalls Teil ihrer Leben.

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