Schulbau in Bremen

Eiertanz

Bremen braucht dringend neue Schulen. Gleichzeitig fehlt das Geld, sie zu bauen, seit die Schuldenbremse gilt. Nun springt die Brebau ein. Etwas heikel, aber durchaus sinnvoll, findet Jürgen Hinrichs.
05.02.2020, 05:00
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Von Jürgen Hinrichs
Eiertanz

Bremen braucht neue Schulen, da unterschätzt wurde, wie stark in den nächsten Jahren die Zahl der Schüler steigt.

Julian Stratenschulte/DPA

Schulen braucht das Land, viele davon, weil in Bremen unterschätzt wurde, wie stark in den nächsten Jahren die Zahl der Schüler steigt. Ein Dilemma, wenn gleichzeitig die Schuldenbremse gilt. Aus dem kommenden Haushalt, der erst noch verabschiedet werden muss, kann zwar Geld für den Schulbau fließen, bei Weitem aber nicht so viel, wie benötigt wird. Deshalb ist Fantasie gefragt.

Schnell führt der Weg zu denen, die etwas vom Bauen verstehen und gleichzeitig in städtischer Hand sind. Bei der Brebau ist das komplett der Fall. Bei der Gewoba nur zum Teil.

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Die Brebau soll nun Schulen bauen, aber Vorsicht: Schon dieser Satz wäre ein Fehler. Inhaltlich ist er korrekt, formal nicht. Die Brebau muss sich aus eigenen Stücken entscheiden und Baukredite aufnehmen, aus rein wirtschaftlichen Erwägungen. Wäre es anders, käme Bremen in die Bredouille – ein Verstoß gegen die Schuldenbremse, weil das Unternehmen städtisch ist. Es ist ein Eiertanz, denn natürlich weiß die Brebau, wer bei ihr das Sagen hat und welche Interessen dieser Gesellschafter verfolgt. Sie will vielleicht Schulen bauen, aber müssen muss sie bestimmt auch.

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