Restaurantbesprechung

Ein Abend wie in einer griechischen Taverne

Die Ouzeria schreibt Gastfreundschaft groß - und es kommt bei diesem Restaurant in der Bremer Neustadt eine gewisse Eleganz der Speisen und Atmosphäre hinzu.
13.11.2019, 20:26
Lesedauer: 2 Min
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Ein Abend wie in einer griechischen Taverne
Von Marcel Auermann
Ein Abend wie in einer griechischen Taverne

Das Symposio bietet griechische Küche ohne die üblichen Fleischplatten.

Koch

Dieses griechische Restaurant in der Neustadt ist etwas anders als die Athens, Kretas, Odysseus und wie sie alle heißen. Schon der Name vereint zwei Dinge, die das Konzept umreißen. Eine Ouzeria bezeichnet ein kleines Lokal, in dem zu Getränken Appetithappen serviert werden. Das Wort Symposio umschreibt diese Geselligkeit, die den Griechen ganz eigen ist. Die Ouzeria bietet seitenweise Mezedes, kleine Portionen der Leckereien und Vorspeisen. Auch Hauptspeisen gibt es, aber eben nicht die üblichen üppigen Fleischplatten.

Dass es sich bei dem Restaurant um eine Art gehobenen Griechen handelt, merkten wir schon beim Start in den Abend. Auf einem putzigen Holztablett erhielten wir als Gruß aus der Küche zwei Minibrötchen und eine Fetatunke. Den obligatorischen Ouzo gab’s zur Begrüßung natürlich auch.

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Als Vorspeise bestellten wir Tarama (4,70 Euro). Die äußerst cremige Fischrogenpaste erhielt durch ein paar Spritzer Limette eine herrliche Frische. Dazu ließen wir noch ein Saganaki (6,50 Euro) in die Mitte des Tisches stellen, von dem wir uns gemeinsam bedienten. Der gebackene Schafskäse kam frisch, kross paniert und heiß an den Tisch. Zum Tunken stand ein Schälchen Preiselbeeren auf dem Teller. Ein schmackhafter Einstieg!

Meine Begleitung fuhr mit Kokkinisto (18,90 Euro) fort. Das Lammragout schmorte der Koch in Rotwein, was dem Fleisch eine kräftige Note verpasste, die bis in die Würze der Tomatensoße hineinreichte. Zusammen mit den griechischen Reisnudeln ergab das einen leckeren Eintopf. Dazu passte der leicht süßliche und tief kirschrote Apelia Black Label (0,2 Liter für 4,50 Euro).

Ich entschied mich für die Dorade (17,90 Euro), die mit einem feinen Grillrauchgeschmack und im Ganzen auf dem Teller lag. Das Fleisch war noch leicht glasig, ganz zart und zerfiel beim Transport zum Mund. Für Wumms sorgte der Knoblauchdip.

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Das bekömmliche Essen ließ noch Platz für einen Nachtisch. Zwei Desserts kamen in die Mitte und wir löffelten beide davon. Neben einem cremigen griechischen Joghurt mit Honig und karamellisierten Walnüssen (5,50 Euro) probierten wir noch Ravani (5,90 Euro), ein wunderbar saftiger Grießkuchen. In einer Schale gab’s Vanilleeis dazu. Ein Abend wie in einer griechischen Taverne.

Fazit: Die Ouzeria schreibt Gastfreundschaft groß - und es kommt bei diesem Restaurant in der Bremer Neustadt eine gewisse Eleganz der Speisen und Atmosphäre hinzu. Dort lässt sich griechische Küche fernab der sonst üblichen Fleischplatten erleben.

Ouzeria Symposio, Neustadtscontrescarpe 4, 28201 Bremen, Telefon: 04 21 / 59 67 00 83, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 17 Uhr bis 23 Uhr, warme Küche von 17 Uhr bis 22 Uhr, teilweise barrierefrei, Internet: www.symposio-hb.de

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