Talkshow WESER-Strand

Ein Blick hinter die Kulissen

Einmal im Monat interviewt Moderator Axel Brüggemann für die Talk-Reihe WESER-Strand einen prominenten Gast. Doch welche Vorbereitungen sind dafür eigentlich nötig? Ein Blick hinter die Kulissen.
06.04.2018, 20:24
Lesedauer: 2 Min
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Ein Blick hinter die Kulissen
Von Kristin Hermann
Ein Blick hinter die Kulissen

Bevor die Gäste der Talk-Reihe WESER-Strand eintreffen, muss das Produktionsteam die Kameratechnik zum Laufen bringen.

Christina Kuhaupt

Ganz einfach ist das mit der Loop-Station nicht. Und Moderator Axel Brüggemann bleibt nicht viel Zeit, um die Technik der Maschine zu verstehen, an der er mit Soul-Sänger Flo Mega am Abend ein eigenes kleines Stück komponieren will. Mit dem Gerät lassen sich Gesangsfetzen und Melodien aufnehmen und in Dauerschleife abspielen. Projektleiter Timo Rodenbeck klopft zur Probe mit ein paar Drumsticks auf Kochtöpfen herum – funktioniert.

Zu diesem Zeitpunkt ist bereits ein Großteil des Aufbaus geschafft. Seit Freitagmorgen verwandelt ein mehrköpfiges Team die MS Oceana an der Schlachte in ein Talkstudio. Dort wird am Abend eine neue Ausgabe des WESER-Strand stattfinden, der Talk-Reihe des WESER-KURIER. An jedem ersten Freitag im Monat interviewt Moderator Axel Brüggemann dafür einen prominenten Gast. Damit die etwa 80 Zuschauer einen unterhaltsamen Abend erleben können, ist hinter den Kulissen harte Arbeit gefordert. „Für die Vorbereitung einer solchen Sendung benötigt man drei Wochen“, sagt Mareike Vensler von der Firma Kinescope. Sie achtet an dem Produktionstag darauf, dass alles nach Plan läuft.

An Bord der MS Oceana

Anders als im Café Sand, wo die Talk-Reihe nächstes Mal stattfinden wird, gibt es bei dem Fahrgastschiff einige Besonderheiten zu beachten. Alles ist etwas enger und kleiner. „Dafür aber auch ziemlich gemütlich“, sagt Harro Koebnick von der Reederei Hal över, zu der die Oceana gehört. Knifflig wird es beim Anbringen der Kabel am Außenbereich. „Da muss man schon genau aufpassen, wo man hintritt“, sagt Andreas Gräf, der mit seinem Kollegen Erik Vahland für die TV-Produktion des Talks verantwortlich ist. Wenn die Technik erst einmal aufgebaut ist, sitzen sie am Abend im Übertragungswagen außerhalb des Schiffes und kümmern sich unter anderem darum, dass das Publikum die richtigen Einspieler sieht.

So weit ist es allerdings noch nicht. Vorher müssen noch etwa 250 Meter Kabel verlegt werden. Dort, wo sonst Sofabänke für die Gäste bereitstehen, wird das Bühnenbild aufgebaut. Alles hat seinen festen Platz. An der Retro-Tapete werden Bilder von vergangenen Talkrunden angebracht: Dort hängen Fußballtrainer Alexander Nouri, genauso wie Autor David Safier oder Bremens Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne). Auf dem schweren Ledersofa wird später Flo Mega Platz nehmen. Vorher müssen dort immer wieder Mitarbeiter der Produktion sitzen, schließlich soll der Showgast am Abend richtig ausgeleuchtet werden. Dabei stößt sich Andreas Gräf an der niedrigen Decke den Kopf – noch so eine Eigenheit der Oceana.

Kurz vor der Durchlaufprobe trifft Moderator Axel Brüggemann ein. Er ist erst am Donnerstag von einer Filmproduktion in den USA nach Bremen zurückgekehrt. „Ich versuche eigentlich immer, mit dem Rad zu unserer Location zu kommen. Das bringt mich etwas runter“, sagt er. Bevor er mit den Mitarbeitern alles einmal praktisch durchgeht, bespricht er sich mit Regisseur Marius von Schröder. Spiele, Musik, Einspieler: Ein Großteil des Abends ist bereits durchgeplant. Doch nicht alles. „So ein Interview ist wie Schachspielen. Man weiß nie, was der Gast antwortet“, sagt der Moderator.

Zur Sache:

Ab 18.30 Uhr treffen auf der Oceana die ersten Gäste ein. Nun müssen alle voll konzentriert sein. Für Axel Brüggemann und Flo Mega geht es kurz vor knapp noch schnell zum Abpudern in die Maske. Danach heißt es: Talk ab!

Im März war DFB-Präsident Grindel beim WESER-Strand zu Gast:

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