Schüler der Gesamtschule West gestalten im Rahmen der Berufsorientierung eigene Plakatflächen

Ein erster Schritt in Richtung Zukunft

Gröpelingen·Walle. "Nachwuchskräfte gesucht" prangt in großen Buchstaben auf der Plakatwand an der Unterführung Doventorsteinweg. Aufgeregt steht eine Schulklasse davor und blickt stolz auf das Bild, denn dabei handelt es sich nicht um eines der üblichen Werbebanner. Die achte Klasse der Gesamtschule West hat das Plakat selbst entworfen.
10.10.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Ein erster Schritt in Richtung Zukunft
Von Elina Hoepken

Gröpelingen·Walle. "Nachwuchskräfte gesucht" prangt in großen Buchstaben auf der Plakatwand an der Unterführung Doventorsteinweg. Aufgeregt steht eine Schulklasse davor und blickt stolz auf das Bild, denn dabei handelt es sich nicht um eines der üblichen Werbebanner. Die achte Klasse der Gesamtschule West hat das Plakat selbst entworfen.

Im Rahmen des Projekts "Vertiefte Berufsorientierung" (VBO), das im Auftrag der Agentur für Arbeit von der Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (WaBeQ) organisiert wird, haben die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule West in einer Projektwoche das Plakat gemeinsam mit der Künstlerin Brigitte Schumacher erstellt. "Die Kinder haben sich die Motive selbst ausgedacht und in Gesprächen untereinander ausgearbeitet", sagt Brigitte Schumacher. So sind auf dem Plakat unter anderem Spielkarten zu sehen, die für die Schülerinnen und Schüler eine besondere Bedeutung haben.

"Die Wahl des Berufs ist wie die Wahl der richtigen Karte beim Kartenspiel. Man muss genau überlegen, welche Karte man zieht", erklärt die Künstlerin und Projektleiterin. Und auch Jan Middelberg, Schüler der achten Klasse, glaubt: "Je früher man anfängt, sich auf die Berufswahl vorzubereiten, desto besser."

Aktion hat Pate

Pate der Plakataktion ist Elombo Bolayela, Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. "Ich finde das Projekt sehr wichtig, weil es Jugendliche motiviert, sich mit ihrer beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen", sagt Elombo Bolayela. "Die jungen Menschen müssen selbst etwas tun. Das ist die Basis für alles Folgende."

Das Entwerfen eigener Plakate ist nur eine von vielen verschiedenen Veranstaltungen, die die WaBeQ in Walle und auch bremenweit für junge Leute anbietet. "Mit Schülern der achten bis zehnten Klasse machen wir Betriebsbesichtigungen, erstellen gemeinsam Bewerbungsmappen oder üben das richtige Auftreten bei Bewerbungsgesprächen", erzählt Ernst Schütte, Geschäftsführer der WaBeQ. An insgesamt sieben Schulen im Bremer Westen werden diese Angebote momentan realisiert. "Die Jugendlichen sollen durch unsere Module merken, dass es Spaß macht, sich mit der eigenen Berufswahl auseinanderzusetzen. Sie sollen durch unsere Projekte angeleitet werden, sich selbst Gedanken zu machen", sagt Schütte.

In dieser Hinsicht sei der Standort des Plakats auch ganz bewusst gewählt. In direkter Nähe des Berufsinformationszentrums (BIZ) sei es eine Art Wegweiser für die jungen Leute. "Viele Schüler kennen häufig nur einen Bruchteil der Ausbildungsberufe, und hier haben sie die Möglichkeit, alle kennenzulernen", motiviert Carla Brunotte, Leiterin der Berufsberatung die Jugendlichen. Bis heute wird das selbstgestaltete Plakat noch an der Unterführung Doventorsteinweg zu sehen sein. Ein weiteres hängt außerdem Beim Ohlenhof in Gröpelingen.

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