Ein Jahr Rot-Grün-Rot

Gesundheitssenatorin im Krisenmodus

Das Ressort von Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) ist Dreh- und Angelpunkt bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Aber auch andere Dauerbaustellen wie die Geno fordern sie als Krisenmanagerin.
14.08.2020, 05:00
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Gesundheitssenatorin im Krisenmodus
Von Sabine Doll
Gesundheitssenatorin im Krisenmodus

Dauerkrise ist seit Amtsantritt ihr Geschäft: Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz.

Christina Kuhaupt

Als nach der Bürgerschaftswahl eine neue Spitze im Gesundheitsressort gesucht wurde, hatten die wenigsten wohl Claudia Bernhard (Linke) auf dem Zettel. Dass der Zuschlag an die Neuen in der rot-grün-roten Landesregierung gehen sollte, hatte sich bald herumgesprochen. Aber wer soll, wer will es machen? Der Posten des/r Gesundheitssenators/-senatorin gilt nicht unbedingt als attraktiver Top Job.

Eher als heiße Kartoffel, die lieber schnell weitergereicht wird. Nicht zuletzt, weil er eng mit der wirtschaftlichen Schieflage des städtischen Klinikverbunds Gesundheit Nord (Geno) verbunden ist. Traditionell sitzt die Ressortspitze dem Aufsichtsrat des Dickschiffs vor, das durch immer neue Millionendefizite und Pannen beim Teilersatzneubau am Klinikum Mitte in Schieflage geraten ist. „Senator oder Senatorin mit Krisenmanager-Qualitäten gesucht“ ist auch deshalb wesentlicher Bestandteil der Stellenausschreibung für den Spitzenjob.

Auch Bernhard selbst soll zunächst nicht besonders begeistert von dem ihr angetragenen Posten gewesen sein. In der Bürgerschaft war sie Sprecherin ihrer Fraktion für Arbeit, Bau, Wohnen, Frauen und Landwirtschaft. Aber auch Erfahrung und Expertise im Gesundheitsbereich bringt sie mit: als Mitglied der Deputation für Gesundheit sowie Vertreterin der Linken im Untersuchungsausschuss Krankenhauskeime 2011/12. Frauenpolitik ist ein weiterer Schwerpunkt in Bernhards Vita. Frauen und Gesundheit, das passt für sie. „Stichwort ist geschlechtergerechte Frauenpolitik. Deshalb habe ich in der Koalitionsrunde gesagt: In dieser Kombination bin ich bereit, das zu machen“, sagte Bernhard Ende August 2019 dem WESER-KURIER – als neue Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz.

Leser Sie mehr in der morgigen Ausgabe des WESER-KURIER.

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