Tempomesstafel

Ein neuer Mast für die Tempomesstafel

Eine Tempomesstafel auf einem Mobilmasten steht derzeit am Rembertiring und soll wahrscheinlich den Ort wechseln.
09.10.2017, 00:00
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Von Liane Janz
Ein neuer Mast für die Tempomesstafel

Hemelingen Geschwindigkeitsmessung

Petra Stubbe

Ostertor. Für eine Blitzanlage reicht es nicht. Immerhin steht nun aber eine Tempomesstafel am Rembertiring. Für den Aufbau haben die Vertreter des Amtes für Straßen und Verkehr (ASV) dem Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt einen Mobilmast spendiert. Die Tafel wird dort also nicht bleiben, sondern durch den Stadtteil wandern. Für Aufbau und Wartung ist die Bremer Straßenbahn (BSAG) verantwortlich; die Standorte wählt das Ortsamt aus.

Einige Bewohner des Fedelhören hätten am liebsten einen Blitzer dort aufgestellt gesehen, wo das südliche Fedelhören vom Rembertiring abgeht. Gerade dort fahren viele noch bei Rot über die Fußgängerampel und bringen damit die Fußgänger in Gefahr, so die Beobachtungen der dortigen Anwohner. Mit Bürgeranträgen und Unterschriftenlisten haben sie versucht, den Bedarf nach einem Blitzer deutlich zu machen. Zumindest ein Kompromiss wäre für die Bewohner auch eine Messtafel gewesen, die Autofahrern anzeigt, wie schnell sie unterwegs sind.

Von genau solchen Tafeln hat das Amt für Straßen und Verkehr 2013 an jeden Stadtteil eine verteilt. Allerdings sei es schwierig gewesen, Standorte dafür zu finden, denn die Tafeln mit ihren Solarzellen oben drauf sind ziemlich schwer, erzählt Manuela Jagemann, die im Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt für Bau und Verkehr zuständig ist. Es mussten also Masten gefunden werden, die das Gewicht der Tafel auch tragen können. Aus Mangel an solchen Masten standen bis vor Kurzem sowohl die Tafel für Mitte als auch die für die Östliche Vorstadt in der Bismarckstraße.

Schließlich informierte das ASV die Ortsämter, dass es einige Mobilmasten anschaffen und den Ortsämtern zur Verfügung stellen würde. Manuela Jagemann meldete für das Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt Bedarf an – und landete auf einer Warteliste. Kurzfristig kam dann aber doch die Nachricht, dass solch ein Mast zur Verfügung stehe. Als ersten Standort wählte das Ortsamt die Stelle am Ende der Hochstraße aus. „Davon versprechen wir uns eine Verbesserung des Verhaltens der Autofahrer“, sagt Manuela Jagemann. Die Autofahrer kommen die abschüssige Straße herunter und treten gegebenenfalls noch mal ordentlich auf das Gaspedal, um es noch über die Ampel zu schaffen, bevor sie umspringt. Dadurch werden sie zu schnell und zum Risiko für andere Verkehrsteilnehmer. Die Tafel soll sie zu Mäßigung mahnen.

Damit sich aber kein Gewöhnungseffekt einstellt, wird die Tafel nur eine begrenzte Zeit dort stehen und dann an einen anderen Standort wechseln. Welcher das sein soll, möchte die Ortsamtsmitarbeiterin nicht verraten, damit sich Autofahrer nicht schon vorher darauf einstellen können. Die Überraschung könnte für mehr Aufmerksamkeit sorgen.

Für die Östliche Vorstadt bleibt in Sachen Tempomesstafel vorerst alles beim alten, da das Ortsamt nur einen dieser Masten bekommen hat.

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