Christa Höting zeigt ihre Bilder im St.-Joseph-Stift Ein Schwelgen in Landschaften

Schwachhausen. Auf großen Gemälden und vielen Skizzenblättern hat die Malerin Christa Höting Eindrücke ihrer vielen Erkundungsreisen in die nähere Umgebung, aber auch in ferne Länder festgehalten. Ausgestellt sind ihre Kompositionen aus den Elementen Erde, Wasser und Himmel jetzt im St.
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Von Christiane Tietjen

Auf großen Gemälden und vielen Skizzenblättern hat die Malerin Christa Höting Eindrücke ihrer vielen Erkundungsreisen in die nähere Umgebung, aber auch in ferne Länder festgehalten. Ausgestellt sind ihre Kompositionen aus den Elementen Erde, Wasser und Himmel jetzt im St.-Joseph-Stift.

Alles andere als verblasst sind die Landschaften, an die sich die Malerin Christa Höting aus Peterswerder erinnert und die sie in großformatigen Bildern festgehalten hat. Mit ihren ausdrucksvollen Farben zieren sie die Wände im Erdgeschoss und im ersten Stock, der sogenannten Galerie Brunnenhof des St.-Joseph-Stifts und ziehen den Blick des Betrachters geradezu ins Motiv hinein. In die Weite der schottischen Küste, die Begegnung von Lavafels und Wasser auf Lanzarote oder das im Abendlicht rötlich aufleuchtende Wattenmeer.

Erde, Wasser und Himmel sind die drei Elemente, mit denen Christa Höting ihren Bildern Leben einhaucht. Helle Blau- und Rosatöne sieht man, weiches Gelb, Orange und Ocker, akzentuiert mit Linien in dunklem Braun und Blau. Der Natur abgeschaut, aber so weit abstrahiert, dass sie verschiedene Stimmungen und Interpretationen zulassen. „Wie das Weiß des Schnees die anderen Farben überstrahlt“, das fasziniert den Laudator Wilhelm Tacke, der den Katschberg in Kärnten zu seinem Lieblingsbild erkoren hat.

Christa Hötigs Technik ist die Ölmalerei. „Die Fraben trocknen nicht so schnell, man braucht Zeit“, sagt sie. Diese Gelassenheit scheint sich auf ihre Bilder zu übertragen, sie bekommen eine meditative Ruhe, die, wie sie hofft, auch den Menschen in der Klinik gut tut. Zur Vernissage unterhält ein Holzbläser-Trio, das Ensemble Kokopelli, das zahlreich erschienene Publikum. „Reich mir die Hand, mein Leben“ eine Arie aus Don Giovanni, stimmt ein, gefolgt von japanischen Arrangements. Sie spielen vor einer Vitrine, die gewissermaßen die Schatzkiste der Ausstellung ist. Denn dort hat Christa Höting ihre Reiseskizzen aufbewahrt, die in den vergangenen 40 Jahren entstanden sind: schnell mit feinem Filzstift aufgezeichnete Innenräume von Kathedralen, sommerliche Freiluft-Aquarelle, in Kladden und auf losen Blättern niedergeschriebene Erinnerungen an Orte wie Venedig, Lugano und Santorin. Dieser Kykladen-Insel, deren Häuser an einen Berg gebaut sind, hat Christa Höting mit einem größeren Ölbild die Ehre erwiesen. Perlmuttweiß schimmern die Häuser und Kirchen mit ihren typischen blauen Kuppeldächern – im Kontrast dazu der dunkle Himmel, der hinter der Silhouette und durch Torbögen scheint.

„Christa Höting hat sich mit Haut und Haar der Kunst verschrieben“: Der Historiker Wilhelm Tacke verweist auf die Vielzahl ihrer Werke und Ausstellungen, ihre Mitgliedschaft im Bremer Kunstverein, ihre Kurse und Workshops, und nicht zuletzt die Mitgestaltung von Thomasmessen und Kirchentagen. Tacke fordert die Besucher auf, die Motive auf sich wirken zu lassen. Die Segelboote, das einladende Bauernhaus auf Bornholm, den Flickenteppich der grünen Felder bei Syke, das spannungsreiche Gegenüber von Natur und Technik mit den Kränen bei Bremerhaven. Berberdörfer in Tunesien, ein Weinberg in der Pfalz, die Heide von Bornholm – als Besucher der Ausstellung kann man nie gesehene Landschaften für sich entdecken.

Die Ausstellung ist bis zum 26. Januar im St.-Joseph-Stift, Schwachhauser Heerstraße 54, zu sehen.

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