Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven

Ein U-Boot hebt ab

Das Kleinst-U-Boot "Seehund" muss umziehen: Mit einem Kran wurde das nur zwölf Meter lange Gefährt aus der oberen Etage des Deutschen Schifffahrsmuseums in Bremerhaven gehoben.
16.10.2019, 19:58
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Ein U-Boot hebt ab

Ein Kleinst-U-Boot vom Typ «Seehund» aus dem 2. Weltkrieg wird mit Schwerlastkränen aus dem Deutschen Schifffahrtsmuseum gehoben. Nach einen umfassenden Museumsumbau wird das Exponat einen Platz im Erdgeschoss finden.

Jörg Sarbach/dpa

Das Kleinst-U-Boot „Seehund“ im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven hat am Mittwoch eine Reise durch die Luft erlebt. Das zwölf Meter lange U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg wurde mit einem Kran aus der oberen Etage des Museums gehievt. Dafür musste die Fensterfront geöffnet werden. Dann wurde das Boot auf einen neuen Platz im Erdgeschoss geschoben.

Die Exponate müssen umziehen, weil das denkmalgeschützte Hauptgebäude des Museums saniert werden soll. Der Bau stammt von dem stilbildenden Architekten Hans Scharoun (1893-1972).

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Das nationalsozialistische Deutschland setzte die Mini-Kampfschiffe in den letzten Kriegsmonaten ein. Die „Seehunde“ waren mit zwei Mann besetzt, die in drangvoller Enge operieren mussten. Sie sollten sich an Schiffe der Alliierten heranpirschen und sie auf kurze Distanz versenken. Die U-Boote hatten aber hohe eigene Verluste. Schon von der ersten Ausfahrt Ende 1944 kehrten nur zwei von 18 Booten zurück.

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Das Deutsche Schifffahrtsmuseum ist derzeit wegen der Probleme mit seinen schwimmenden Exponaten in den Schlagzeilen. Der Dreimastsegler „Seute Deern“ ist so schwer beschädigt, dass in Frage steht, ob eine teure Reparatur sich lohnt. Auch andere Schiffe müssten nach örtlichen Medienberichten saniert werden. (dpa)

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