Stadtteilfest in der Vahr ermöglicht Besuchern zwangloses Beisammensein mit jeder Menge Spiel, Sport und Informationen

Eine kurzweilige Savahri

Neue Vahr Südost. Das Stadtteilfest Savahri am kleinen See in der Nähe von Einkaufszentrum und Wochenmarkt wurde ganz zentral gefeiert, und die Sonne trug dazu bei, dass es ein vergnüglicher Tag wurde. Savahri, das ist die Vahr pur und beweist, die Vahr besitzt ein Zentrum.
15.09.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von EDWIN PLATT
Eine kurzweilige Savahri

Julia erweist sich gelenkig beim Limbotanz und schafft es unter die tiefste Einstellung hindurch.

Petra Stubbe

Neue Vahr Südost. Das Stadtteilfest Savahri am kleinen See in der Nähe von Einkaufszentrum und Wochenmarkt wurde ganz zentral gefeiert, und die Sonne trug dazu bei, dass es ein vergnüglicher Tag wurde. Savahri, das ist die Vahr pur und beweist, die Vahr besitzt ein Zentrum. Das Bürgerzentrum, die Kirchen, die Stadtteilbibliothek und Vahrer Institutionen bieten Unterhaltung, Informationen, Speisen, Getränke, Geselligkeit und Ansprache. Das Fest beginnt auf der Bühne mit einem besinnlichen, konfessionsübergreifenden Gottesdienst, nach dem Emanuel Jahreis, der Boogie-Woogie-Workaholic, mit Klassikern wie „Fly me to the moon“ bis hin zu Liedern von Elvis Presley und Jerry Lee Lewis aufspielt. Auch die Schülerband der Oberschule an der Kurt-Schumacher-Allee, die Vahrer Löwen, Zumba des TuS Vahr oder Lari-Vahri, der Kinderzirkus, werden auf die Bühne kommen.

Kommt man von der Straßenbahn durch das Einkaufszentrum über den Markt mit seinem Getümmel und Gewusel, weiter über die kleine Holzbrücke auf die Wiese am See, sind normalerweise als Kontrast zum Shoppen Fontänen des Springbrunnens in der Natur zu sehen. Bei der Savahri stehen rechts die Bühne und dann gleich Stand an Stand. Ludmilla Schulz, Beirätin in der Vahr, steht an der Staffelei und malt mit einer Gruppe des Bürgerzentrums, und möchte hier zeigen: „Malen kann so anregend wie einfach sein“. Eine Unterweltlandschaft hat sie gemalt, und lädt jeden ein, nun einen Fisch beizutragen.

Wenig weiter steht Kristina Appelganz, Diakonin der evangelischen Jugend Bremen in der neuen Vahr. Mit einer Jugendgruppe bietet sie Masken an, mit denen man sich fotografieren lassen kann. Eltern sitzen mit ihrem Kleinen auf Hockern. Sie als Huhn, er als Hahn maskiert. „Wir machen klassische Jugendarbeit, ehrenamtlich und freiwillig mit Freizeiten und Ausfahrten“, erklärt Appelganz. „Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen“, auch von Kindern und Jugendlichen, das sei Ziel der Jugendarbeit, führt sie aus. Und nachgefragt zum Unterschied zur Jugendarbeit von Schule oder anderen Einrichtungen ist für Appelganz klar: „Wir reden auch über Freizeitgestaltung und Gemeinschaft, aber für uns gehören auch Gespräche über den Glauben dazu, und wir feiern auch Andachten“. Ihre Gruppe besteht aus einem aktiven Kern von 20 Jugendlichen, von denen knapp die Hälfte am Stand ist. „Wir zeigen uns hier, aber die meisten neuen Kontakte kommen über die Jugendlichen als Mitschüler oder Freunde“, sagt Appelganz.

Nebenan fallen Nila und Julia auf, zwei Mädchen, die ihre Gelenkigkeit an einer Limbo-Stange zeigen und tatsächlich rückwärtsgebeugt, sehr flach unter der Stange hindurchkommen. Petra Holthusen verteilt Äpfel aus einem Korb. Eine nette Geste der Gewoba. Beim TuS Vahr informiert Eva Charlotte Osterhorn, und Ryszard Witka feiert dort seine 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft beim TuS Vahr. Am Ende der Budenstraße haben Beschäftigte des Bürgerzentrums einen Graffitistand aufgestellt. Wegen der Dämpfe der Sprühfarben sind Mitarbeiter wie Kinder und Jugendliche mit Mundschutz ausgestattet, die bei herrschender Hitze auch mal am Kinn oder der Stirn kleben. Alte Schallplatten aus Vinyl werden verziert. Sie werden grundiert und nach dem Trocknen mit einer Spitzendecke belegt und andersfarbig besprüht, so dass ein Muster auf der runden Scheibe entsteht. Abschließend wird bei gedrehter Scheibe Farbe aufgetröpfelt, so dass nach außen verlaufende Flecken entstehen.

Die Vahrer Löwen sitzen unterm Schirm, Senioren nippen am Getränk, Kinder stehen für Eiskugeln an. Hier eine Partie Schach auf großer Matte, dort gleich vier Spiele an einem Tisch. Die Bewohner kommen zusammen – zwanglos, kurzweilig.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+