Statistisches Landesamt berichtet

Bevölkerungszahl des Bundeslandes Bremen sinkt

Die Einwohnerzahl des Bundeslandes Bremen hat etwas abgenommen, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Dabei sind im Jahr 2020 sogar mehr Menschen nach Bremen gezogen als weggezogen.
18.06.2021, 10:42
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Bevölkerungszahl des Bundeslandes Bremen sinkt
Von Christoph Bähr
Bevölkerungszahl des Bundeslandes Bremen sinkt

In Bremen sinkt die Einwohnerzahl laut Statistischem Landesamt.

Frank Thomas Koch

Die Einwohnerzahl im Bundesland Bremen geht weiter zurück. Am Ende des Jahres 2020 lebten im Land 680.130 Menschen, wie das Statische Landesamt Bremen am Freitag mitteilte. Ein Jahr zuvor hatten 681.202 Menschen in Bremen gewohnt, was damals bereits einen Rückgang bedeutete. Ende 2020 lag die Bevölkerungszahl nun um 1072 Menschen beziehungsweise 0,2 Prozent unter dem Wert von 2019. Die Stadt Bremen verlor demnach im Saldo 986 Einwohner, Bremerhaven 86.

Im Land Bremen standen 8151 Sterbefällen laut Statistik 6969 Geburten gegenüber. Das Geburtenniveau war etwas niedriger als im Jahr davor. Die Zahl der Sterbefälle stieg um sechs Prozent. Die Corona-Pandemie und eine Hitzewelle im August 2020 mit erhöhter Sterblichkeit seien die Hauptgründe dafür, heißt es in der Mitteilung des Statistischen Landesamtes.

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Leicht positiv entwickelten sich aus Bremer Sicht die Bevölkerungsbewegungen. Im Land Bremen wurden 31.058 Zuzüge verzeichnet, die Zahl der Fortzüge lag mit 30.569 etwas darunter. Mehr als die Hälfte der Wanderungen innerhalb des Bundesgebietes wurden zwischen Bremen und Niedersachsen registriert. Auf das Bremer Nachbarbundesland folgen in dieser Statistik Nordrhein-Westfalen und Hamburg.

Im von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2020 habe es insgesamt weniger Wanderungen als in den Jahren davor gegeben, teilte das Statistische Landesamt mit. Insbesondere die Zuzüge aus dem Ausland und die Fortzüge ins Ausland seien zurückgegangen. Von den 11.710 Neu-Bremern aus dem Ausland kamen 7065 aus Europa, davon mehr als 70 Prozent aus EU-Mitgliedsstaaten. Daneben waren Syrien (259), Indien (202) und die USA (188) die drei häufigsten Herkunftsländer. Als Folge der Zuwanderung und weiterer demografischer Entwicklungen stieg der Anteil der nichtdeutschen Bevölkerung laut Statistischem Landesamt auf 19 Prozent, sowohl in Bremen als auch in Bremerhaven.

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