Frost in Bremen Eisverein will die Semkenfahrt öffnen

Bremen. Knackiger Frost und blauer Himmel: Es hätte am Freitag so schön sein können auf der gefluteten Semkenfahrt im Blockland. Doch leider gab es zu viele Schneevermehungen, um die Strecke freizugeben. Heute soll es nun so weit sein.
23.01.2010, 07:13
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Von Volker Junck

Bremen. Knackiger Frost und blauer Himmel: Es hätte am Freitag so schön sein können auf der gefluteten Semkenfahrt im Blockland. Doch leider hat es zwischenzeitlich nicht genug getaut, sodass die riesige Fläche zwischen Hemmstraße und Wümme mit Eisrillen und Schneeverwehungen bedeckt ist. Nach einer erneuten Besichtigung entschloss sich der Bremer Eisverein jedoch am Nachmittag, am Sonnabend das Tor zu öffnen.

Klaus Gravert vom Eisverein: „Zumindest im mittleren und hinteren Bereich können geübte Läufer fahren.“ Für Schlittschuhläufer gesperrt sind nach wie vor alle anderen Gewässer, wie die Behörde am Eistelefon unter 361-5500 mitteilt.

Obwohl der Dauerfrost Bremen fest im Griff hat, hält sich der Ansturm von Obdachlosen auf die Notunterkunft Jakobushaus in engen Grenzen. Berthold Reetz, Bereichsleiter Wohnungshilfe der Inneren Mission: „Wir haben immer Plätze frei; niemand braucht im Freien zu übernachten.“

Um alle, die es trotzdem tun, sorgen sich erfahrene Streetworker. Sie passen auf, dass niemand erfriert. Obdachlose, die sich sonst im „Bremer Treff“ der Inneren Mission aufwärmen, haben eine neue zentrale Anlaufstelle. Nach dem verheerenden Wassereinbruch im Haus am Altenwall hat Dietmar Melcher, der Leiter des Treffs, die Gemeinde Unser Lieben Frauen um Hilfe gebeten. Nun finden Bedürftige dienstags bis sonnabends in der Zeit von 15 bis 18 Uhr Unterschlupf im Gemeindehaus von Unser Lieben Frauen. Dort ist auch jemand, mit dem sie reden können.

Außerdem bekommen Obdachlose im Gemeindehaus etwas zu essen und zu trinken. Duschen oder Wäsche waschen können sie beispielsweise im Jakobushaus. Im „Bremer Treff“ sind die Renovierungsarbeiten noch im Gange. „Wir hoffen, dass wir Mitte Februar wieder aufmachen können“, sagt Dietmar Melcher.

Schnee und Minusgrade sorgen auch auf anderen Ebenen für Aktivitäten. So hat Stadtgrün vor dem heutigen Bundesligaspiel von Werder gegen die Bayern das Stadion sowie die Trainings- und Parkplätze geräumt und auf der Wiese beim Tennisverein Rot-Weiß ein kleines Schneegebirge aufgetürmt. Die Kosten trägt Werder.

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