Elektro-Möller feiert 50 Jahre

Ellenerbrok-Schevemoor. Marc Möller trägt Hemd und Sakko. Schwungvoll öffnet er die Tür des roten Backsteingebäudes am Hilgeskamp 45. Seit 50 Jahren gehen dort Elektriker ein und aus. Der Juniorchef ist einer von ihnen. Seit 15 Jahren leitet er den Familienbetrieb Elektro-Möller. Er gehört zu den 49 Unternehmen, die laut Auskunft der Handelskammer in diesem Jahr in Bremen ihr 50-jähriges Bestehen feiern.
21.02.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Elektro-Möller feiert 50 Jahre
Von Jörn Hüttmann

Ellenerbrok-Schevemoor. Marc Möller trägt Hemd und Sakko. Schwungvoll öffnet er die Tür des roten Backsteingebäudes am Hilgeskamp 45. Seit 50 Jahren gehen dort Elektriker ein und aus. Der Juniorchef ist einer von ihnen. Seit 15 Jahren leitet er den Familienbetrieb Elektro-Möller. Er gehört zu den 49 Unternehmen, die laut Auskunft der Handelskammer in diesem Jahr in Bremen ihr 50-jähriges Bestehen feiern.

Angefangen hat alles mit dem Senior, Günter Möller. Der war Betriebselektroniker bei der Fleischwarenfirma Könecke in Sebaldsbrück. Bis 1963, dann wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit, gründete die Firma Elektro-Möller. "Er hat allein angefangen", sagt Marc Möller. Nach der harten Anfangszeit konnten bald die ersten Angestellten beschäftigt werden. Erst drei, später bis zu acht. "In den ganzen Jahren hat mein Vater immer mit auf den Baustellen gearbeitet, das war ihm wichtig."

Inzwischen hat sich bei dem mittelständischen Unternehmen viel geändert: Seit der Junior 1999 den Betrieb übernommen hat, hilft er nur noch in Notfällen auf den Baustellen aus. Seine Arbeit liegt vor allem auf dem Schreibtisch. Nach dem Elektrotechnik-Studium an der Hochschule Bremen erweiterte er das Angebot der Firma um ein Ingenieurbüro.

"Heute betreuen wir die Projekte von der Planung bis zur Abnahme, und machen nicht nur die Installationen", erklärt er. Neben klassischen Kabelarbeiten plant Elektro-Möller unter anderem EDV-Anlagen und Gebäudeleitsysteme, mit denen alle Geräte eines Hauses über ein Handy gesteuert werden können.

Lange Zeit war ungewiss, ob der Junior den Betrieb einmal übernehmen werde. "Eigentlich wollte ich Biotechnologie in Braunschweig studieren." Sogar Zimmer habe er sich damals angeguckt. Auf einen der begehrten Studienplätze hätte er jedoch einige Jahre warten müssen. So habe er sich guten Gewissens entschieden, in die Fußstapfen des Vaters zu treten.

Ohne handwerkliche Erfahrungen sei der Job nicht zu machen, sagt der Ingenieur. "Wer ein Angebot für einen Kabelschacht kalkulieren will, muss wissen, wie lange man auf der Baustelle dafür braucht." Dass er vor seinem Studium zuerst eine Lehre zum Elektroinstallateur absolvierte, sei deshalb vollkommen klar gewesen.

Mit dem erweiterten Angebot nach dem Generationswechsel hat sich auch die wirtschaftliche Lage des Unternehmens weiter verbessert. "Inzwischen haben wir 16 Elektriker und zwei Azubis, die auf den Baustellen unterwegs sind", sagt Marc Möller. Hinzu kommen drei Angestellte im Büro. Mit den Ingenieur-Dienstleistungen sei es gelungen, auch größere Aufträge an Land zu ziehen. Elektroinstallationen in Pflegeheimen, Schulen und Mehrfamilienhäuser seien zu einem zweiten Zweig des Unternehmens geworden.

Trotzdem fühlt sich Möller vor allem in den Stadtteilen Osterholz und Oberneuland verankert. "Der direkte Draht zu den Menschen hat immer Priorität gehabt." Trotz der Tatsache, dass das alte Backsteinhaus am Hilgeskamp 45 mittlerweile viel zu klein geworden ist, solle sich daran in Zukunft nichts ändern. "Nach neuen Räumen suchen wir nur hier vor Ort", sagt Marc Möller.

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