Ende des Ramadan

Bürgermeister Bovenschulte besucht Fatih-Moschee

Zum Ende des Ramadan stattete Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) der Fatih-Moschee einen Besuch ab. Eigentlich läuft es immer umgekehrt, das Stadtoberhaupt empfängt eine muslimische Delegation im Rathaus.
24.05.2020, 17:21
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Bürgermeister Bovenschulte besucht Fatih-Moschee
Von Frank Hethey
Bürgermeister Bovenschulte besucht Fatih-Moschee

Besuchte zum Ende des Ramadan die Fatih-Moschee: Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD).

Frank Thomas Koch

Wenn der Ramadan zu Ende geht, empfängt der Bürgermeister normalerweise eine muslimische Delegation im Rathaus. Doch in diesem Jahr war alles anders zum Abschluss des traditionellen Fastenmonats. Nicht die Muslime besuchten den Bürgermeister, sondern der Bürgermeister die Muslime. Für Andreas Bovenschulte (SPD) war es nicht der erste Besuch in der Fatih-Moschee, wohl aber die erste Visite eines Stadtoberhaupts zum Ende des Ramadan. „Eine schöne Geste“, sagt Vahit Bilmez, Vizepräsident der Islamischen Föderation Bremen.

Dass Bovenschulte in seinem Grußwort betonte, die Muslime gehörten zu Bremen, sie seien ein Teil Deutschlands, hörten seine Gastgeber gern. „Diese Worte haben uns gut getan“, betont Bilmez, zugleich stellvertretender Vorsitzender des Dachverbands Schura Bremen. Was ihn mit besonderer Genugtuung erfüllte: Bovenschulte bekannte sich vor laufender Kamera zu den Muslimen als integralem Bestandteil der Gesellschaft – das ZDF war mit einem eigenen Team zugegen.

Das Bekenntnis zu den Muslimen hat der 45-Jährige von Politikern schon öfter vernommen. Aber allzu häufig nur in kleiner Runde, nicht vor einem großen Publikum. Sein Eindruck: „Einige Politiker trauen sich nicht, in aller Öffentlichkeit für uns einzutreten.“ Dabei seien sie doch alle hier geboren und aufgewachsen. „Wir sind Bremer Muslime.“

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