Dank großzügiger Spenden konnten vier Sitzgelegenheiten aufgestellt werden Endlich Bänke in Heinekens Park

Oberneuland. Inge und Rolf Riebensahm müssen jetzt keine Klappstühle mehr mitnehmen, wenn sie im Heinekens Park spazieren gehen. Im Heckentheater stehen seit Kurzem vier Bänke für Parkbesucher bereit.
16.10.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Maren Brandstätter

Oberneuland. Inge und Rolf Riebensahm müssen jetzt keine Klappstühle mehr mitnehmen, wenn sie im Heinekens Park spazieren gehen. Im Heckentheater stehen seit Kurzem vier Bänke für Parkbesucher bereit. Viele Jahre war die Grünanlage für längeres Verweilen ungeeignet, es sei denn, man war willens, sich auf dem Rasen niederzulassen. Für Riebensahms kam das nicht in Frage. Beide sind weit über 80 und auf eine Sitzgelegenheit angewiesen, „so wie die meisten Menschen in unserem Alter“, sagt Rolf Riebensahm.

Die Besuche in Heinekens Park seien daher seltener geworden, denn die Klappstuhllösung sei keine alltagstaugliche gewesen. Stattdessen war das Paar in den drei Kilometer entfernten Muhles Park ausgewichen, wo kein Sitzplatzmangel herrscht.

Das Bank-Dilemma in Heinekens Park war auch dem Förderkreis Overnigelant ein Dorn im Auge, der hier bereits die Wege und das Heckentheater in Kooperation mit dem Umweltbetrieb Bremen (UBB) aus Spendenmitteln saniert hatte. Rund 27 000 Euro hatte das Projekt bis dahin gekostet, nun brauchte es weitere 8000 Euro für vier weiße Mahagonibänke. Summen, die vom UBB nicht aufgebracht werden konnten, da Arbeiten zur Herstellung der Verkehrssicherheit den Vorrang haben. Zwei der Bänke seien dann von Einzelpersonen gestiftet worden, berichtet Overnigelant-Vorsitzender Karl-Heinz Müller. Eine weitere Bank wurde aus dem Erlös einer Weinprobe im Grand Central bezahlt, „und für die vierte haben die Anwohner der benachbarten Straße Eekenhöge zusammengelegt“.

Beim UBB ist man vom Engagement des Förderkreises angetan. „Es ist beeindruckend, mit welchem Elan sich Overnigelant für den Park einsetzt“, sagt Sprecherin Kerstin Doty. Gerade die alten, historischen Grünanlagen bräuchten dieses Extra an Aufmerksamkeit. „Mit den Bänken bekommt der Park jetzt wieder mehr Aufenthaltsqualität“, sagt Doty. Beiratssprecherin Tamina Kreyenhop (CDU) freut sich ebenfalls, dass das Werben für die Bänke erfolgreich war. „Die Weinprobe im Frühjahr war ein großer Erfolg, und da macht es natürlich doppelt Spaß, wenn man bei solchen Events erfolgreich Spenden und Mitglieder werben kann“, sagt sie. „Heinekens Park wird jetzt hoffentlich noch häufiger besucht, denn dazu wurden die Parks den Bürgern schließlich mal zur Verfügung gestellt.“

Riebensahms sind ebenfalls begeistert von der Spendenbereitschaft im Stadtteil, vor allem auch vom Engagement des Förderkreises. „Wir kommen inzwischen wieder jeden zweiten Tag hierher und haben auch schon eine Stammbank“, erzählt der Rentner. Einen Wermutstropfen gebe es aber dennoch. „Ich würde mir wünschen, dass das Heckentheater mit Leben gefüllt wird“, sagt Riebensahm. Er selbst wolle mit gutem Beispiel vorangehen. „Ich werde im April 88 Jahre alt, zu diesem Anlass will ein befreundeter Gesangsverein im Heckentheater auftreten“, erzählt er. Voraussetzung sei, dass das Wetter mitspiele. „Es wäre großartig, wenn das kulturelle Leben wieder Einzug in Heinekens Park halten würde.“ Mit diesem Ansinnen ist Riebensahm nicht alleine. „Es ist die feste Absicht von Overnigelant, das Theater zu beleben“, betont Schriftführerin Christiane Müller. Bevor man sich aber der Kultur widmen könne, müsse erst noch das Rondell im Heckentheater aufgelöst werden. Eine Sanierung unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Aspekte hätte den finanziellen Rahmen gesprengt, bedauert Karl-Heinz Müller. Daher werde das große Beet nun mit Rasen eingesät.

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