TSV St. Magnus mit Stern des Sports in Silber ausgezeichnet / Bundesentscheid im Januar in Berlin

Engagement für Kinder belohnt

Bremen-Nord. Der TSV St. Magnus hat den Wettbewerb „Sterne des Sports“ in Silber gewonnen.
22.10.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von DORIS FRIEDRICHS
Engagement für Kinder belohnt

Freuen sich über die Auszeichnung: Werner Meden (MTV Eiche Schönebeck), Susanne Fischer (TSV St. Magnus), Edmund Gliedt (MTV Eiche Schönebeck) und Holger Franz (SG Aumund Vegesack).

Christian Kosak

Der TSV St. Magnus hat den Wettbewerb „Sterne des Sports“ in Silber gewonnen. Bei einer kleinen Feier auf dem „Schulschiff Deutschland“ erhielten Vertreter des Vereins den mit 2500 Euro dotierten und von der Volksbank Bremen-Nord vergebenen Preis für ihre Förderung von Kindern. Der Verein wird damit Bremen im Januar in Berlin bei der Verleihung der „Sterne des Sports“ in Gold vertreten. Neben dem TSV St. Magnus wurden sechs weitere Nordbremer Vereine ausgezeichnet.

Es wird für die Vereine immer schwieriger, Ehrenamtliche zu finden. Er sehe die Auszeichnung als Anerkennung für die, die sich engagierten, sagt Dirk Schmidtmann, Vorsitzender des TSV St. Magnus, während der Preisverleihung. Laudator Jürgen Linke, Vorsitzender des Kreissportbundes Bremen-Nord (KSB), nannte Gründe, warum die Wahl der Jury auf den TSV St. Magnus gefallen ist: der Verein würde „spielerisch die Entwicklung von Kindern zwischen vier und sechs Jahren fördern“. Die rege Nachfrage nach dem Angebot bestätige die erfolgreiche Arbeit des Vereins.

Das Votum der fünfköpfigen Jury für den TSV St. Magnus fiel nach den Worten von Hartmut Schulz von der Volksbank Bremen-Nord eindeutig aus. „In den zurückliegenden Jahren haben sich immer sechs bis zehn Vereine beworben, diesmal waren nur Vereine aus Bremen-Nord zugelassen.“

Das Geld solle in der Region bleiben, begründete Schulz. Seit 2004 zeichnen die Volksbanken und Raiffeisenbanken gemeinsam mit den Sportverbänden bei dem Wettbewerb Sportvereine für ihr gesellschaftliches Engagement aus. Die Preisverleihung auf Landesebene durch die Volksbank Bremen-Nord fand zum sechsten Mal statt. Verteilt wurden auch in diesem Jahr insgesamt 6500 Euro.

Die Palette der Bewerbungen habe von Leistungsmotivation über Integration und Inklusion bis zu Angeboten für Kinder, Jugendliche und Senioren gereicht, erklärte Jürgen Linke. Die Vereine, die sich beworben und es in diesem Jahr nicht aufs Treppchen geschafft hätten, sollten nicht enttäuscht sein über den undankbaren vierten Platz. „Es gibt keinen letzten Platz“, betonte Linke. Diese Platzierung wurde immerhin noch mit jeweils 250 Euro belohnt. Das Geld ging an den Vegesacker TV, den Blumenthaler Schützenverein und die Sportschützen Bremen.

Dritter Sieger war in diesem Jahr die SG Aumund-Vegesack, die für ein Fußballprojekt mit Flüchtlingen ausgezeichnet wurde. 1000 Euro gab es dafür. Der SAV sei mit einem derartigen Ansatz alleiniger Anbieter in der Region, so Linke, der die Idee lobte, Zuwanderer über den Sport in die Gesellschaft zu integrieren. Oder anders: Das gemeinsame Kicken mache die Eingewöhnung leichter.

Platz zwei, dotiert mit 1500 Euro, erreichte der MTV Eiche Schönebeck, ebenfalls mit einem Integrationsprojekt. Geworben wurde seit diesem Frühjahr in unterschiedlichen Landessprachen für bereits bestehende Sportgruppen wie Volleyball, Hallenfußball oder Gymnastik. „Den Zuwanderern wird die Hand gereicht“, lobte der Nordbremer KSB-Vorsitzende.

Darüber hinaus vergab die Jury an diesem Abend einen Förderpreis in Höhe von 500 Euro, über den sich Margret Gerdes und Andreas Krolik vom Blumenthaler TV freuten. Der Verein sei seit Jahren dafür bekannt, Talente zu fördern und über lange Zeit mit ihnen zu arbeiten, begründete Linke die Auszeichnung.

Neu im Rahmen der „Sterne des Sports“ ist der ARD-Publikumspreis, bei dem sich für die Teilnehmer eine weitere Chance ergibt. Eine Jury wählt aus sämtlichen Vereinen, die sich beteiligen, drei aus. Per Online-Voting wird dann nach den Worten von Udo Drechsel vom Genossenschaftsverband der Sieger gekürt. Das genaue Prozedere solle noch bekannt gegeben werden. In den vergangenen Jahren haben Bundespräsident und Bundeskanzlerin im Wechsel die Bundessieger ausgezeichnet. Am 26. Januar 2016 wird Angela Merkel die goldenen Sterne überreichen.

Hartmut Schulz wirbt bereits jetzt für die Bewerbungen im kommenden Jahr. „Es sind alles tolle Sachen, die die Vereine machen. Sie sollten sich trauen, sich zu bewerben. Der Startschuss für die nächsten Sterne fällt im März 2016.“

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