Fünf Projekte von Schulen, Vereinen und Kindergruppen erhielten Geldpreise im Bürgerhaus Weserterrassen

Engagement wird sichtbar

Für ihre Projekte rund um Natur und Naturschutz erhielten die Kita der Friedensgemeinde, der Elternverein "Die Kurzen" und die Spielplatzinitiative Mecki den Förderpreis für beispielhafte Kinder- und Jugendarbeit zum Motto "Natürlich!". Der Verein ÖkoStadt Bremen erhielt einen Anerkennungspreis und der Förderverein der Bürgermeister-Smidt-Schule einen Sonderpreis des Landesinstituts für Schule/Gesundheit und Suchtprävention.
01.12.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Liane Janz

Für ihre Projekte rund um Natur und Naturschutz erhielten die Kita der Friedensgemeinde, der Elternverein "Die Kurzen" und die Spielplatzinitiative Mecki den Förderpreis für beispielhafte Kinder- und Jugendarbeit zum Motto "Natürlich!". Der Verein ÖkoStadt Bremen erhielt einen Anerkennungspreis und der Förderverein der Bürgermeister-Smidt-Schule einen Sonderpreis des Landesinstituts für Schule/Gesundheit und Suchtprävention.

Östliche Vorstadt. Noch etwas eingeschüchtert stehen die Kurzen auf der Bühne. Das Singen überlassen sie lieber Mama, Papa und Gruppenleiterin Anneliese Lobe-Manga. Die Kindergruppe "Die Kurzen" stimmte bei der Verleihung des Förderpreises für beispielhafte Kinder- und Jugendarbeit ein Lied an.

Später gab es dann auch eine mit 1500 Euro dotierte Auszeichnung für ihr Projekt "Die vier Jahreszeiten" im Rahmen des übergeordneten Projektes "Mit Kindern die Natur be-greifen". Insgesamt wurden fünf Projekte ausgezeichnet.

In ihrem Projekt haben sich die Kurzen mit Fragen wie "Woher kommt der Wind?" oder "Wer malt den Regenbogen?" beschäftigt. Sie haben außerdem Kartoffeln im Eimer und Erdbeeren in Blumenkästen gezogen.

Vor allem die Frage nach dem Regenbogen beschäftigte dann auch Mario Schnibbe von der Sparkasse Bremen, die als einer der Sponsoren des Preises auftritt. In seiner Laudatio griff Schnibbe die Frage auf und stellte sie dem Publikum: "Weiß denn einer von Ihnen, wer denn nun den Regenbogen malt?" Die Kinder natürlich, war die Antwort.

Für die Kindergruppe "Die Kurzen" ist es nicht die erste Auszeichnung mit dem Förderpreis. Sie war in den vergangenen zwölf Jahren schon mehrfach dabei. In diesem Jahr reichte die Gruppe einen dicken Aktenordner mit Bildern, Artikeln und anderem Anschauungsmaterial ein und beeindruckte damit die Jury.

Beeindruckt hat auch die Spielplatzinitiative Mecki, die den Spielplatz am Mecklenburger Platz umgestaltet hat. Das umweltpädagogische Konzept rund um den Spielplatz sehe vor, dass die Kinder viel über die Herkunft von Gemüse lernen, oder wie sie ein Pferd so streicheln, dass sowohl Pferd als auch Kind etwas davon haben, erklärte Ute Güttner von der AOK Bremen/Bremerhaven, einem weiteren Sponsor. Bauern sind bei den Kindern zu Gast und erklären ihnen ihre Arbeit. Oder die Kinder fahren auf die Bauernhöfe und schauen sich vor Ort an, wie Obst und Gemüse angepflanzt werden. Auch dieses Projekt erhielt 1500 Euro.

Die Kinder der Kita der evangelischen Friedensgemeinde legen selbst Hand an. Zum Beweis dafür haben sie selbst gemachte Marmelade aus den selbst angebauten Früchten und viele Bilder mitgebracht. Als Bewerbung um den Förderpreis diente ein Duschvorhang mit Bildern und Plakaten. Die Kita bewirtschaftet einen Kleingarten, "Das Paradieschen", auf 800 Quadratmetern, und stellt diesen Garten den Kindern auch für die Freizeitgestaltung zur Verfügung. "Ich habe den Eindruck gewonnen, dass für die Kita-Kinder dort eine zweite Heimat entstanden ist", sagte Heike Blanck vom Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt in ihrer Laudatio, die sie stellvertretend für Jens Höfer vom Sponsor Werder Bremen hielt, der verhindert war. Für die Kita gab es ebenfalls 1500 Euro.

Schulgarten

Dieselbe Summe erhielt der Förderverein der Bürgermeister-Smidt-Schule als Sonderpreis des Landesinstituts für Schule/Gesundheit und Suchtprävention. Die Schüler hätten bewiesen, dass sie sich auch mitten in der Innenstadt intensiv mit der Natur auseinandersetzen können, sagten Liane Adam vom Landesinstitut und Holger Ilgner (SPD) vom Beirat Mitte. Seit über einem Jahr richten die Schüler, Lehrer und Eltern einen "Garten der Sinne" ein, in dem sie Pflanzen sehen, riechen und schmecken können. Die Erzeugnisse aus diesem Garten finden im Unterricht Einsatz. Aus ihnen stellen die Schüler beispielsweise Heilsalben her, erklärte Holger Ilgner. Ein weiterer Aspekt für die Auszeichnung war die Umgestaltung des Schulhofs mit einer Wasserlandschaft, einem Feuerkreis und einem Pflanzgarten.

Einen mit 500 Euro dotierten Anerkennungspreis erhielt der Verein Ökostadt Bremen im Lagerhaus, der mit dem Gymnasium St. Johannis eine Projektwoche zum Thema "Shared Space - Ein langer Weg zur Veränderung" gestaltet hat. Die Schülerinnen und Schüler befragten Verkehrsteilnehmer und Politiker zu Shared Space und werteten die Antworten aus. In ihrer Laudatio nannte Barbara Schwarz (Die Grünen) vom Beirat Mitte das Projekt mutig, da es sich bei Shared Space "um ein keinesfalls unumstrittenes Thema" handelt. Die Projektwoche sei ein gelungenes Beispiel politischer Bildung im Rahmen von Naturschutz.

Der Förderpreis wird jährlich zu einem anderen Thema ausgeschrieben. "Es gibt viel Engagement in den Einrichtungen, das nicht gesehen wird", sagte Heike Blanck, die den Abend moderierte. Dieses Engagement soll in den Blick der Öffentlichkeit geholt werden, damit es andere zum Handeln anregt. Außerdem will man mit dem Geld, das von den genannten Sponsoren, der Weserterrassen-Stiftung und den Beiräten Mitte und Östliche Vorstadt zur Verfügung gestellt wird, den Einrichtungen die Möglichkeit geben, mit ihrem Engagement weiterzumachen.

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