Sturmtiefs "Alexandra" und "Billie" flauen ab

Entwarnung: Bremer Weihnachtsmarkt wieder geöffnet

Der Bremer Weihnachtsmarkt ist wieder geöffnet. Das Wetter habe sich beruhigt, heißt es aus der Marktverwaltung. Sturmtief "Billie" sorgt weiterhin für starken Regen und Turbulenzen.
12.12.2014, 11:21
Lesedauer: 2 Min
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Entwarnung: Bremer Weihnachtsmarkt wieder geöffnet

Der Bremer Weihnachtsmarkt war am Freitagvormittag aus Sicherheitsgründen geschlossen worden, seit 15 Uhr sind die Buden wieder geöffnet.

Frank Thomas Koch

Der Bremer Weihnachtsmarkt ist seit 15 Uhr wieder geöffnet. Am Vormittag waren die Buden wegen des Sturmtiefs "Alexandra" geschlossen worden. Doch das Wetter habe sich beruhigt, heißt es aus der Marktverwaltung.

Auch der Bremerhavener Weihnachtsmarktmeister, Tobias Karner, gab Entwarnung: "Alle Geschäfte sind seit 16 Uhr wieder geöffnet", sagte er. In Oldenburg wies die Stadt die Betreiber der Stände noch einmal darauf hin, ihre Bauten zu sichern, ließ den Betrieb aber laufen. Unterdessen brachte Sturmtief "Billie" am späten Nachmittag heftigen Regen mit starken Böen über den Norden.

Extreme Orkanböen erreichen Harz

In Langelsheim (Landkreis Goslar) trübte der Sturm die vorweihnachtliche Stimmung erheblich. Dort stürzte ein 18 Meter hoher Weihnachtbaum auf einem Firmenparkplatz um und begrub ein Auto unter sich. Verletzt wurde niemand.

Im Oberharz tobte der Sturm besonders heftig, auf dem Brocken erreichte er sogar Orkanstärke. In Hannover rückte die Feuerwehr aus, um lose Fassadenteile zu sichern, mancherorts brachen Äste von den Bäumen.

Sturmböen in der Weser-Ems-Region

Der Deutschen Wetterdienst hatte für die Weser-Ems-Region Sturmböen bis zu 100 Kilometer pro Stunde vorhergesagt. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erwartete an der niedersächsischen Nordseeküste bis zu 75 Zentimeter mehr Hochwasser als normal.

Eine Sturmflut beginnt bei 1,50 Meter über dem normalen Hochwasser. Die Wettervorhersage verspricht weiterhin wechselhaftes Wetter im Norden mit Temperaturen meist deutlich im positiven Bereich, viel Wind und immer wieder auch Regen.

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Betroffen von der zwischenzeitlichen Schließung waren in Bremen auch der Schlachtezauber, die Weihnachtsmärkte in Vegesack und an der Waterfont. Das Bremer Stadtamt hatte sich gegen 11.30 Uhr in Absprache mit Polizei, Feuerwehr und Schaustellern aus Sicherheitsgründen für diesen Schritt entschieden. Doch über Mittag habe sich das Wetter wieder beruhigt, so dass die Märkte wieder öffnen können.

Bereits am Morgen wurden nach DWD-Angaben dort auf dem 1141 Meter hohen Brocken Windgeschwindigkeiten von 138 Kilometern pro Stunde gemessen. Am Mittag mussten Einsatzkräfte in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) bereits vom Sturm gefällte Bäume sichern.

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Zwar zieht "Billie" von der Nordsee über Dänemark auf die Ostsee hinaus, es bleibt aber weiterhin stürmisch und nass. In Westdeutschland fallen dabei innerhalb von 24 Stunden bis zu 40 Liter Regen. Mit Schnee rechnen die Meteorologen nur in Höhenlagen oberhalb von 700 Metern - im restlichen Land bleibt es mit Temperaturen um 10 Grad dazu zu warm. (wk)

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