Die ersten Termine zum Internationalen Frauentag / Anmeldung für Kurse bereits möglich Erika Thies spricht über Louise Ebert

Was wollen Frauen, und wie kommen sie ihren Zielen näher? Das ist eines der Leitmotive von Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag. Persönliche und berufliche Orientierung, Vorbilder aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft spielen in diesem Jahr wieder eine große Rolle. Die Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau hat ein Programmheft herausgegeben.
23.02.2012, 05:00
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Erika Thies spricht über Louise Ebert
Von Monika Felsing

Was wollen Frauen, und wie kommen sie ihren Zielen näher? Das ist eines der Leitmotive von Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag. Persönliche und berufliche Orientierung, Vorbilder aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft spielen in diesem Jahr wieder eine große Rolle. Die Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau hat ein Programmheft herausgegeben.

Bremen. Der Internationale Frauentag zieht. Zahlreiche Bremer Institutionen haben Veranstaltungen für Frauen gemeldet, die vor, am oder nach dem 8. März laufen. Diesmal musste die Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) nicht einmal einen Aufruf starten, um viel Auswahl zusammen zu bekommen. Das Programmheft liegt aus.

Um ihre Chancen in der Arbeitswelt zu verbessern, brauchen vor allem auch Migrantinnen ein gutes Selbstbewusstsein. Fidan Yiligin bietet am Freitag und Sonnabend, 24. und 25. Februar, 18 bis 21 Uhr beziehungsweise 10 bis 18 Uhr, bei Belladonna ein Seminar speziell zu diesem Thema an. Die Teilnahme kostet 50, ermäßigt 30 Euro. Anmeldungen sind unter Telefon 703534 möglich.

Arbeitnehmerinnen, die als Mitarbeitervertreterinnen, Betriebs- oder Personalrätinnen neu gewählt worden sind, können sich am Montag, 27. Februar, von 17 bis 19 Uhr im Gewerkschaftshaus, Bahnhofsplatz 22-28, über Mentoring für Frauen in ihrer Position informieren. Veranstaltet wird der Abend vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und der Arbeitnehmerkammer. Der Raum ist barrierefrei zu erreichen.

Kein Rollenmodell? Weibliche Vorbilder sind in großer Auswahl in zwei Ausstellungen vertreten, die im Vorfeld des Internationalen Frauentages immer noch oder wieder gezeigt werden und ein Begleitprogramm haben: "Unispitzen" (Fotografien von Julia Baier) und "Frauen im Aufbruch". Julia Baier hat, wie berichtet, führende Professorinnen großformatig ins Bild gesetzt. Bis 30. März bleiben die Bilder noch dort im Foyer der Universitätsbibliothek. Geöffnet ist montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr, sonnabends von 10 bis 18 Uhr.

Aus Bremerhaven zurück sind die "Frauen im Aufbruch". Die Schautafeln zu zwölf in Bremen und umzu geborene Frauengestalten aus 100 Jahren bremischer Wirtschafts- und Kulturgeschichte sind ab Montag, 27. Februar, bis Freitag, 2. März, im Kultursaal der Arbeitnehmerkammer, Bürgerstraße 1, zu sehen. Geöffnet ist von Montag bis Donnerstag 8 bis 18.30 Uhr, freitags bis 13 Uhr. Lesungen gehören zum Begleitprogramm. Die Journalistin Erika Thies, eine ausgewiesene Kennerin der Bremer Geschichte, gestaltet am Dienstag, 28. Februar, ab 19 Uhr gemeinsam mit Geschichtsprofessorin Renate Meyer-Braun einen Abend über Louise Ebert und Annemarie Mevissen. Am Donnerstag, 1. März, wird Beenhard Oldigs um 18 Uhr sein Buch über Hilde Adolf vorstellen. Renate Meyer-Braun hält am Dienstag, 6. März, um 19 Uhr einen weiteren Vortrag über die von ihr porträtierte Bremer Politikerin. Auf Einladung der SPD-Ortsvereine Altstadt und Peterswerder-Steintor stellt die Historikerin die Biografie "Frau Bürgermeister -

Annemarie Mevissen und die Frauenfrage" im Bürgerhaus Weserterrassen, Osterdeich 70b, vor.

Anmeldungen bereits möglich

Zu einigen späteren Terminen können sich Frauen jetzt schon anmelden. Im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus, Kirchheide 49 in Vegesack, leitet Bärbel Koch am Sonnabend, 3. März, von 9 bis 18 Uhr den Malworkshop "Jobandlife". Die Bilder werden später im Kunstschaufenster im Einkaufszentrum Haven Höövt ausgestellt und werden dann nach Erfurt und Weimar geschickt. Die Vernissage ist am Donnerstag, 8. März, um 18.30 Uhr. Anmeldungen zu dem Workshop sind unter 651438 möglich. Um den Nutzen von Antidepressiva geht es am Dienstag, 6. März, um 19.30 Uhr im Frauengesundheitszentrum, Elsflether Straße 29. Die Soziologin und Apothekerin Heike Peters vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen gehört zur Arbeitsgemeinschaft Arzneimittelanwendungsforschung. 2010 wurden nach ihren Informationen fast zweieinhalb Mal so viele Antidepressiva verordnet wie im Jahr 2001. Gleichzeitig zeigten neue Studien, dass der Nutzen dieser Medikamente überschätzt werde. Für den

Informations- und Gesprächsabend ist eine Anmeldung unter Telefon 380 97 47 erforderlich. Die Teilnahme kostet fünf Euro.

Damit die Frauen in der Trinitatisgemeinde planen können, sind für das Internationale Frauenfrühstück am Mittwoch, 7. März, von 9.30 bis 11.30 UhrAnmeldungen notwendig. In monatlichen multikulturellen Runden in der Gemeinde Ellener Brok, Graubündener Straße 12/14, lernen sich Frauen als Nachbarinnen kennen.

Anja Schiel und Ferhan Altinbulak organisieren die Treffs, die eine Kooperation zwischen der evangelischen Trinitatisgemeinde und dem Evangelischen Bildungswerk sind. Die Teilnahme am Frauenfrühstück kostet zwei Euro als Umlage für Lebensmittel, Anmeldung ist erforderlich unter der Telefonnummer 240407100.

Die Tanzpädagogin Jenni Ramsperger leitet am Donnerstag, 8. März, von 9 bis 13 Uhr den Workshop "Klasse Mädchen, klasse Frauen - Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit gewinnen" im Lidicehaus am Weg zum Krähenberg 33a auf dem Stadtwerder. Zielgruppe sind Mädchen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren. Sie sollen mehr Selbstsicherheit gewinnen, indem sie sich bewegen. Ramsperger arbeitet nach den Methoden des Tanztheaters. Anmeldung unter der Telefonnummer 69272-14 erbeten.

Soweit Preise angegeben waren, sind sie genannt. Weitere Informationen in den Faltblättern, unter 361-3133 in der ZGF, Knochenhauerstraße 20-25, oder auf www.frauen.bremen.de. Weitere Termine folgen in späteren Ausgaben des Stadtteil-Kuriers.

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