Elisabeth Motschmann und Bernd Neumann gedenken bei einem Herbstfest dem Berliner Mauerfall vor 25 Jahren Erinnern an die friedliche Revolution

Am 3. Oktober hat sich der Tag der Deutschen Einheit zum 24. Mal gejährt. Der Mauerfall 1989 liegt bereits 25 Jahre zurück. Dieses Jubiläum nahm die designierte CDU-Spitzenkandidatin für die Bremer Bürgerschaftswahl, Elisabeth Motschmann, zum Anlass, mit Parteimitgliedern und Bürgern ein Herbstfest zu feiern. Auch der ehemalige Kulturstaatsminister, Bernd Neumann, war dabei.
09.10.2014, 00:00
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Von Renate Schwanebeck

Am 3. Oktober hat sich der Tag der Deutschen Einheit zum 24. Mal gejährt. Der Mauerfall 1989 liegt bereits 25 Jahre zurück. Dieses Jubiläum nahm die designierte CDU-Spitzenkandidatin für die Bremer Bürgerschaftswahl, Elisabeth Motschmann, zum Anlass, mit Parteimitgliedern und Bürgern ein Herbstfest zu feiern. Auch der ehemalige Kulturstaatsminister, Bernd Neumann, war dabei.

Während 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer in Hannover mit Kanzlerin und Bundespräsident und sämtlichen Bundesländern groß gefeiert wurde, wollten auch die Schwachhauser CDU-Mitglieder diesem Jubiläum nicht nachstehen. Sie luden für diesen Abend ebenfalls zu einem Fest im Stadtteil ein.

Als Festredner hatte sich am 3. Oktober der ehemalige Kultur-Staatsminister Bernd Neumann angekündigt und auch die designierte Spitzenkandidatin für die Bürgerschaftswahl im kommenden Mai, Elisabeth Motschmann, war gekommen. Bevor die offizielle Begrüßung und die Ansprachen auf dem Platz Ecke H.-H.-Meier-Allee/Baumschulenweg begannen, war Zeit, die beiden prominenten Gäste zu befragen, wo und wie sie die Grenzöffnung vor 25 Jahren erlebt haben.

„Blöderweise“ nicht in Berlin

„Ich war unmittelbar vorher in Berlin in einer Fernseh-Sendung und bin dann blöderweise zurückgeflogen nach Bremen. Dann habe ich alles im Fernsehen gesehen und mich geärgert, dass ich nicht in Berlin geblieben bin“, erinnert sich Elisabeth Motschmann. „Mein Mann ist gebürtiger Berliner und von daher bin ich öfter mal nach Berlin gekommen“, erläutert die jetzige Bundestags-Abgeordnete.

Was hat sie damals gedacht, als die Berliner Mauer fiel? „Es war Freude, Erleichterung – vor allem für meinen Mann, der in der DDR groß geworden ist. Es war schön, dass er wieder ohne Probleme in die DDR zurückfahren konnte.“ Mehrere ihrer Familienmitglieder sind nach der Grenzöffnung wieder in den Osten übergesiedelt, berichtet Elisabeth Motschmann.

Ein Thema, das im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung heute immer noch – oder besser gesagt: wieder – die Gemüter erhitzt, ist der Solidaritätszuschlag. Wie steht die Bremer Spitzenkandidatin dazu? Angenommen, sie stünde im nächsten Jahr an der Spitze Bremens: Würde sie sich dafür einsetzen, dass das Geld auch für bedürftige westdeutsche Bundesländer verwendet wird? Elisabeth Motschmann: „Ich denke, darüber müssen wir wirklich diskutieren. Die Kanzlerin hat heute in Hannover gesagt, dass die Arbeitslosigkeit jetzt im Osten unter zehn Prozent liegt – in Bremen liegt sie darüber.“ Und die Straßen seien inzwischen im Osten oft besser als im Westen. Von daher würde sie sagen: „Guckt mal auf die Probleme im Westen.“

An diesem Abend will sie keine große Rede halten. Aber sie hat ein Päckchen dabei in rotem Papier. „Da sind zwei selbst ausgeschlagene Mauersteine drin. Die werde ich im Laufe des Abends Leuten überreichen, die sich darüber freuen“, verrät sie. Und was denkt der ehemalige Kulturstaatsminister, Bernd Neumann, über die Jubiläumsfeier? „Ich begrüße es sehr, dass die Partei sich zu diesem Datum bemerkbar macht.“ Die Zeit der DDR-Diktatur sei eindrucksvoll in dem Film „Das Leben der anderen“. Diese Empfehlung gibt er vor allem in seiner jetzigen Funktion als Präsident der Filmförderanstalt. Darf man fragen, wie es ihm heute geht? „Es geht mir Gottseidank wieder gut. Ich mache mehr Sport, auch mit Freunden. Und ich bin jede zweite Woche in Berlin.“

„Einer der aufregendsten Momente“

Als die Mauer geöffnet wurde, war Bernd Neumann in Bonn: „Ich hatte gerade ein Gespräch mit Hans Koschnik in der Bremer Vertretung. Im März stand dann die erste freie Wahl der Volkskammer an und ich hatte von Helmut Kohl die Aufgabe, mich um seine fünf großen Wahlkampfauftritte zu kümmern.“ Zu diesen Veranstaltungen seien zum Teil 90 000, ja, sogar über 100 000 Leute gekommen. „Das war ein Erlebnis, das es so nie wieder geben wird. Kanzlerin Merkel ist heute froh, wenn 2000 Leute kommen. Das war einer der aufregendsten Momente auch in meinem politischen Leben“, sagt Neumann.

Dann kam die Jubiläumsfeier in Schwachhausen ins Rollen. Susanne Grobien ergreift das Mikrofon und begrüßt alle Gäste zum „Herbstfest, Bürgerfest und Einheitsfest“. Und dann hält Bernd Neumann seine Rede, während um die Ecke die Schauspieler vom „Theater Interaktiwo“ sich in die Bremer Stadtmusikanten verwandeln für ihren Auftritt an diesem schönen Fest-Abend.

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