Stellungnahme von St. Martini

Kirchenvorstand steht hinter Latzel

St. Martini steht hinter Olaf Latzel: In einer Stellungnahme hat sich der Kirchenvorstand klar und deutlich hinter den Pastor gestellt, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung ermittelt.
04.05.2020, 15:48
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Kirchenvorstand steht hinter Latzel
Von Ralf Michel
Kirchenvorstand steht hinter Latzel

Pastor Olaf Latzel.

Frank Thomas Koch

Der Vorstand der St.-Martini-Kirchengemeinde hat sich mit einer Stellungnahme zu den Vorgängen gegen ihren Pastor Olaf Latzel zu Wort gemeldet. Man sehe sich in der Pflicht, „den Angriffen, Gewaltakten, Aggressionen und Verleumdungen, die sich gegen Latzel und gegen die Gemeinde selbst richteten“ entgegenzutreten.

Wie berichtet ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung gegen Pastor Latzel. Unter anderem soll er Homosexuelle als Verbrecher bezeichnet haben. Er selbst hat diesen Vorwurf in einer Erklärung zurückgewiesen.

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Der Kirchenvorstand der St.-Martini-Gemeinde stellt sich in seiner Erklärung nun hinter Pastor Latzel. „In St. Martini wird kein menschenverachtendes Gedankengut verbreitet“, heißt es darin. Allerdings bekenne sich die Gemeinde „in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testamentes“. Diesem Gotteswort folge man gehorsam in allen Fragen des Glaubens und des Lebens. „Was Gott, der Allmächtige, Sünde nennt, dürfen wir Menschen nicht segnen.“

Dies entspricht der Argumentation Latzels, der Homosexualität mit Verweis auf die Bibel als Sünde bezeichnet. Allerdings unterscheidet Latzel zwischen „Sünde“ und „Sündern“ – nach eigenen Worten lehnt er Homosexualität ab, nicht aber homosexuelle Menschen. Die seien in seiner Gemeinde jederzeit willkommen.

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Der Kirchenvorstand begrüßt dies: „Wir sind dankbar für seine klaren und bibelzentrierten Predigten, für sein Festhalten an den unverrückbaren Wahrheiten der Heiligen Schrift, trotz der vielen nun schon über Jahre anhaltenden Angriffe gegen seine Person.“

Im Vorstand der St.-Martini-Gemeinde wird zudem gemutmaßt, dass die Strafanzeige vom 14. April 2020 gegen Olaf Latzel, die Ausgangspunkt für die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft war, lediglich dazu diente, um von den Straftaten abzulenken, die gegen Pastor und Gemeinde verübt wurden.

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