Vorbereitungen für den Stadtkirchentag

Erste Staffel der Gastfreundschaft startet

Der Ökumenische Stadtkirchentag Mitte September im Bremen wirft seine Schatten voraus. 42 Gemeinden wollen im Vorfeld Staffelstäbe der Gastfreundschaft von Gemeinde zu Gemeinde weiterreichen.
12.01.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von THOMAS WALBRÖHL

Der Ökumenische Stadtkirchentag Mitte September im Bremen wirft seine Schatten voraus. 42 Gemeinden wollen im Vorfeld Staffelstäbe der Gastfreundschaft von Gemeinde zu Gemeinde weiterreichen.

Das Staffelspiel soll im Vorfeld des Stadtkirchentags Bremen die Gemeinden einander näherbringen. „Eine La Ola der Gastfreundschaft soll durch die Gemeinden gehen“, sagte Ottmar Hinz am Montag. Er ist Referent im Evangelischen Bildungswerk Bremen und hat die Aktion mit seinem katholischen Kollegen Gebbe entwickelt. „Die Gemeinden arbeiten natürlich miteinander, aber bei dieser Aktion geht es nicht um ein Arbeitspensum“, betonte er. „Spontanität und Gastfreundschaft zu erleben, kann zum Glanzpunkt im verplanten Gemeindealltag werden.“

42 Kirchengemeinden haben sich für die Aktion angemeldet, darunter 24 Gemeinden der Bremischen Evangelischen Kirche, die acht katholischen Gemeinden, vier orthodoxe und drei internationale Gemeinden. Auch drei Freikirchen sind dabei.

„Der Stadtkirchentag dauert nur ein Wochenende“, sagte Susanne Kayser, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Bremen. Das sei zu wenig, um zu erfassen, „welche Vielfalt wir hier in Bremen haben“. Zu der Aktion gehöre auch ein Überraschungselement. Die ausgelosten Gemeinden sollen sich innerhalb von zwei Wochen auf einen Besuchstermin einigen. Weitere Spielregeln: Jede Teilnehmergemeinde soll einmal Gastgeber und einmal Gast sein, mit jeweils bis zu 15 Gemeindemitgliedern. „Das soll nicht nur ein gemeinsamer Gottesdienst sein, sondern zum Beispiel ein Besuch im historischen Gottesdienstraum“, heißt es bei der Bremischen Evangelischen Kirche.

„Musik spielt große Rolle“

Zu den Freikirchen, die dabei sind, gehört die Gemeinde Living Faith Ministry. „Wir freuen uns, dass wir Teil der Aktion sind und unsere Liebe als Christen nach außen zeigen können“, sagte ihr Pastor Stephen Achiriki. Wer sich eine konservative Messe vorstellt, liegt bei der Living Faith Ministry daneben. „Musik spielt bei uns eine große Rolle“, so Achiriki. „Unsere Gottesdienste sind kreativ und spontan.“ Dabei kommen Keyboard, Klavier, Gitarre und selbst Schlagzeug und afrikanische Congas zum Einsatz.

Am Montag wurden die ersten Begegnungen ausgelost: Johannes Gebbe und Uschi Gabriel zogen das Los für die katholische Kirchengemeinde St. Marien, Sebastian Renz für die evangelische Gemeinde Unser Lieben Frauen, Heike Wegener für die evangelische Kirche Horn und Ingo Bröckel für die freikirchliche Paulusgemeinde. Sonst wird ausgelost. Im September sollen die Stäbe auf der Bühne des Stadtkirchentags präsentiert werden. Dann werden sie nicht mehr nur glatt und schmucklos sein. Denn jede Gemeinde, die den Staffelstab bekommt, soll daran auch ein Zeichen der Begegnung anbringen. „Jeder Stab soll erzählen, wo er gewesen ist“, so Gebbe.

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