Kommentar zum Bauland

Es muss mehr passieren

Die Sozialdemokraten wollen, dass Bremen mehr Baugebiete für Eigenheime ausweist. Doch die Verfügbarkeit von Flächen allein wird die Abwanderung ins Umland aber nicht stoppen, findet Jürgen Theiner.
16.05.2017, 19:07
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Es muss mehr passieren
Von Jürgen Theiner

Die Sozialdemokraten wollen, dass Bremen mehr Baugebiete für Eigenheime ausweist. Doch die Verfügbarkeit von Flächen allein wird die Abwanderung ins Umland aber nicht stoppen, findet Jürgen Theiner.

In der Bremischen Bürgerschaft ist die Wahlperiode zur Hälfte rum. Für den Senat war diese Wegmarke gerade erst Anlass, sich in der Baupolitik – und nicht nur da – selbst ein gutes Zeugnis auszustellen. Die zuletzt deutlich gesteigerten Fertigstellungsraten im Wohnungsbau verkauft Rot-Grün als gemeinsamen Erfolg.

Mit dem Herannahen des nächsten Wahltermins im Frühjahr 2019 wächst nun aber das Abgrenzungsbedürfnis. Die Sozialdemokraten machen sich deshalb den Traum des Mercedes-Arbeiters von der kleinen eigenen Scholle am Stadtrand zu eigen und fordern mehr Baugebiete, in denen er sein trautes Heim errichten kann.

Lesen Sie auch

Dagegen ist nichts zu sagen. Allerdings wird die Ausweisung entsprechender Flächen nicht genügen, um die Abwanderung von Mittelstandsfamilien in den Speckgürtel zu drosseln. Wer sich nach einem Baugrundstück umschaut, prüft bei seiner Standortentscheidung eine ganze Reihe von Faktoren. Zum Beispiel, ob es für die Kinder gute Kitas und Schulen in der Nähe gibt. Die Kriminalitätsbelastung spielt ebenfalls eine Rolle. Wenn Bremen auf diesen Gebieten die Konkurrenz mit dem Umland bestehen will, muss noch viel geschehen.

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+