„Das Viertel lebt“ Freitag besonders vielfältig / Kostenlose Unterhaltung in Bars, Kneipen, Restaurants Es singt, klingt und slamt

Ostertor·Steintor. Das Viertel ist bunt, es lebt und es soll leben. Damit das auch all denjenigen endlich klar wird, die sich gegen eine bunte – teilweise auch laute – Vielfalt wehren, gibt es am Freitag, 8.
07.05.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Liane Janz

Das Viertel ist bunt, es lebt und es soll leben. Damit das auch all denjenigen endlich klar wird, die sich gegen eine bunte – teilweise auch laute – Vielfalt wehren, gibt es am Freitag, 8. Mai, ein Festival, das eigentlich keins sein will.

Zwischen 30 und 40 Kneipenwirte und Restaurantbetreiber haben sich zusammengeschlossen und laden zu „Das Viertel lebt“ ein. In den Lokalen beginnt um 19 Uhr das, was eigentlich an jedem Wochenende los ist, nur geballter als sonst: Es gibt Konzerte, Lesungen, Theater, Poetry Slam – und hoffentlich nur gute Laune.

Neben dem Programm zeigt auch die Auswahl an Lokalen, wie vielfältig das Viertel ist: Vom Weincafé Engel und dem Restaurant Küche 13 über das Kino Schauburg und die Heldenbar im Cinema im Ostertor bis hin zu den üblichen Verdächtigen Lila Eule, Lagerhaus und allem, was sich im sogenannten „Bermuda-Dreieck“ in der Humboldtstraße, Ecke Fehrfeld tummelt, sind Lokale jeder Zielgruppe vertreten. Die Gäste kostet das Begleitprogramm nichts. „Die Bands haben sich angeboten, umsonst zu spielen“, sagte Litfass-Wirt Norbert Schütz während einer Pressekonferenz.

Mehr als 170 Musiker, Poetry Slamer, Schauspieler haben sich angekündigt. Wer wo spielt, soll ein Geheimnis bleiben, damit die Viertelbesucher sich über die ganzen Lokale verteilen. Einige Künstlerinnen und Künstler werden selbst von Lokal zu Lokal wandern. Sicher ist, dass die Kompanie vom AMS!-Improtheater morgen Abend für ein Pre-Opening in ihren neuen Räumen im Fehrfeld 26 (siehe auch Bericht auf Seite 3) zu finden ist.

„Das ist kein zweites Viertelfest“, sagte Felix Grundmann, Betreiber des Heartbreak Hotel. Alles passiert drinnen, und das zu den normalen Spielzeiten.

Und noch etwas ist den Initiatoren, die sich zur Initiative Kulturschutzgebiet Bremen, zusammengeschlossen haben, wichtig: Der Konzert-Theater- und Kleinkunstabend soll nur der Anfang sein. Sie hoffen, dass die Debatte um Kulturlärm und Ruhebedürfnis danach weitergeht – mit allen.

Wie wichtig die Lokale für die Kulturszene sind, erklärte Michael Quast vom Jugendfreizeitheim „Die Friese“: „Der finnische Beitrag für den Eurovision Song Contest hat vor fünf Jahren in der ,Friese’ gespielt.“ Gerade neue, noch nicht etablierte Bands bräuchten Freizis und später Bars, Kneipen, Restaurants, in denen sie Erfahrungen sammeln könnten.

Für ihr Engagement erhalte die Initiative viel Anerkennung, sagen die Betreiber. Außer Stimmen von der CDU und den Grünen hat unter anderem die Gemeinschaft „Leben in Findorff“ den „Das Viertel lebt“-Termin in ihr Programm aufgenommen. Auch aus anderen Städten, wo die Kulturszenen mit ähnlichen Problemen kämpfen, komme Lob, erzählte Norbert Schütz.

Immer auf dem Laufenden hält die Initiative Interessierte auf ihrer Seite www.kulturschutzgebiet-bremen.de, die direkt zu facebook verlinkt.

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