Frühere Wollkämmerei wird belebt Fabrik als „Palast der Produktion“

Fabrik als „Palast der Produktion“
11.06.2012, 13:27
Lesedauer: 2 Min
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Von Sabine Grulke

Bremen. „Produktpalette“ heißt die Veranstaltungsreihe, die den „PdP – Palast der Produktion“ einläutet. Dabei handelt es sich um die ehemalige Bremer Wollkämmerei in Blumenthal, die für einen Monat lang mit Leben erfüllt wird. Die Bremer Zwischenzeitzentrale (ZZZ) hat dazu Kreative von nah und fern angesprochen. 54 Bewerber haben sich angemeldet, teilt Daniel Schnier von der ZZZ.

Die Bewerber kommen unter anderem aus Norwegen, Belgien, Österreich, England und der Schweiz. „Vertreten sind die Jahrgänge 1950 bis 1992“, so Schnier. Vom 15. Juni bis 15. Juli werden die Kreativen unter einem Dach auf einer Fläche von 4500 Quadratmetern in einem „Laboratorium zur Erprobung kollektiver Arbeitsformen und neuer Produktweisen“ arbeiten, sich vernetzen und austauschen. Die Reihe „Produktpalette“ will die tief greifenden Veränderungen der Arbeitswelt und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen reflektieren. Bewusst haben sich die Veranstalter dazu einen brachgefallenen Ort der Industriegesellschaft ausgewählt. Vorträge von Experten mit Diskussionsrunden runden das Programm ab.

Den Anfang macht am heutigen Donnerstag, 19 Uhr, ein Vortrag mit Diskussion, gehalten von Ulrich Bröckling aus Freiburg und Arndt Neumann aus Hamburg. „Das Leben als Unternehmung“ ist das Thema: Es geht um die Anforderung in der modernen Arbeitswelt. Am Freitag, 15. Juni, geht es um „Selbstsorge im Echtleben“ – eine Lesung mit Vortrag und Diskussion, die um 19 Uhr beginnt. Dabei sind Katja Kullmann aus Hamburg und Sabine Flick aus Frankfurt am Main. An diesem Abend wird der „Palast der Produktion“ eröffnet, dazu blicken die beiden Vortragenden hinter die Kulissen des Traums vom selbstbestimmten Arbeiten. Themen sind Selbstzweifel und Wertschätzung und das Streben nach Authenzität. Während der gesamten Laufzeit des „Palastes der Produktion“ ist auch jeden Tag von 12 bis 18 Uhr eine Ausstellung zur Geschichte der Baumwollkämmerei zu sehen, zusammengestellt von Doku Blumenthal, dem Kämmereimuseum und dem Heimatverein Blumenthal.

Am Sonntag, 17. Juni, und Sonntag, 8. Juli, ist für 15 Uhr ein „Zeitzeugencafé“ angesetzt. Zeitzeugen erzählen vom Leben und Arbeiten in und um die Baumwollkämmerei. Der Bremer Stadtdialog ist am Dienstag, 26. Juni, zu Gast. „Spielräume in der Stadt – Strategien der informellen Stadtentwicklung“ heißt es ab 19 Uhr. Am Donnerstag und Freitag, 28. und 29. Juni, findet ab 10 Uhr der Abschlusskongress unter dem Titel „Second Hand Spaces“ statt“.

Am Vorabend des letzten Tages, an dem der Palast geöffnet sein wird, am 14. Juli, beschließt eine Lesung mit dem Titel „Die Stadt als Fabrik“ den Rahmen der Produktpalette. Um 19 Uhr referieren Anne Querrien aus Frankfurt und Niels Boeing aus Hamburg. Ihr Thema sind Kreativarbeiter und „urbane Pioniere“, die sich mit Streetart, Subkulturen und Designerläden ein Einkommen verschaffen. Am 14. Juli am letzten Tag, Sonntag, 15. Juli, gibt es jeweils ab 12 Uhr eine Produktschau: Das ist die Abschlussausstellung der Teilnehmer des „Palastes der Produktion“.

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