Kirchenmusik: Flötistin Eva Maria Kretz und Kantorin Natalia Gvozdkova interpretieren Quantz und Schubert Facettenreiche Zwiesprache

Berne. Das Barock und die Romantik, und aus diesen beiden Epochen zwei virtuose Kompositionen – das erwartete die Besucher während der jüngsten Kirchenmusik in St. Ägidius.
01.03.2017, 00:00
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Von Hannelore Johannesdotter

Berne. Das Barock und die Romantik, und aus diesen beiden Epochen zwei virtuose Kompositionen – das erwartete die Besucher während der jüngsten Kirchenmusik in St. Ägidius. Unter dem Titel „Zwischen Himmel und Erde“ interpretierten Eva Maria Kretz, Querflöte, aus Stade und die Berner Kantorin Natalia Gvozdkova an der Orgel und auf dem Klavier Werke von Johann Joachim Quantz und Franz Schubert.

Quantz, ein Zeitgenosse Johann Sebastian Bachs, war preußischer Hofkomponist vom „Alten Fritz". Er baute und verbesserte die von Friedrich dem Großen gespielten Instrumente und schrieb seinem König ein Lehrbuch für die Flöte. Eva Maria Kretz und Natalia Gvozdkova setzten bei ihrem Auftritt in St. Ägidius das Konzert für Flöte und Orgel in einer facettenreichen Zwiesprache um. Besonders im zweiten Satz, Arioso e mesto, kam die schön geschwungene Melodik klar und einfühlsam zum Ausdruck.

Eine musikalische Verbindung von der Quantz-Komposition zur Sonate des 100 Jahre jüngeren Schuberts schuf Natalia Gvozdkova mit der Choralbearbeitung „Vater unser im Himmelreich“ auf der Orgel. Zur Arpeggione-Sonate trafen sich die beiden Interpretinnen dann im Chorraum, wo die Kantorin ans Klavier wechselte. Das dreisätzige Werk geht auf ein 1823 entwickeltes Instrument zurück, die Arpeggione. Die ist heutzutage insbesondere durch Schuberts Sonate bekannt. Die Kantorin erzählte, es habe sich um eine Art Gitarre mit Cello-Griff gehandelt, deren Saiten nicht mit den Fingern gegriffen, sondern mit dem Bogen gestrichen wurden.

Die Musikerinnen bedankten sich nach dem Applaus bei ihrem Publikum mit einer getragenen Kantilene des zeitgenössischen Komponisten Heimer Sjöblom als Zugabe.

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