Musik und Licht am Hollersee Fackeln und Musik am Hollersee

Zu dem traditionellen Konzert unter freiem Himmel im Bremer Bürgerpark erwarten die Veranstalter Tausende Gäste. Am Ende soll das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ erklingen.
09.09.2017, 18:21
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Von Christine Leitner

Wenn sich zu Händels „Feuerwerksmusik“ die Lichter der Fackeln und das Feuerwerk im See spiegeln, kann es sich nur um „Musik und Licht am Hollersee“ handeln. An diesem Sonntag findet das traditionelle Open-Air-Konzert vor dem Park-Hotel zum 29. Mal statt. Unter der Leitung von Martin Lentz wird ab 20 Uhr das Jugend-Sinfonie-Orchester Bremen-Mitte spielen. Klassiker wie Strauß´ „Kaiserwalzer“ und der „Walzer No. 2“ von Schostakowitsch dürfen nicht fehlen. Neu dabei ist die Schweizer Sopranistin Marysol Schalit.

850 Tickets für die Plätze im Garten des Park-Hotels sind nach Angaben der Veranstalter verkauft, Karten gibt es noch für je zehn Euro an der Abendkasse. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit bis zu 20.000 Gästen. Wer mit einem Platz am Hollersee vorlieb nimmt, muss keinen Eintritt bezahlen. Möglich machen das unter anderem 80 freiwillige Helfer.

Achtung Autofahrer: Die Hollerallee wird am Abend gesperrt sein. Autos können auf dem Parkplatz vor der ÖVB-Arena abgestellt werden. Für Fahrräder gibt es ausgewiesene Stellplätze. Am Schluss des Festes wird, passend zur Stimmung, "Der Mond ist aufgegangen“ (von Matthias Claudius) gesungen. Für alle, die üben wollen, gibt es hier den Text:

1) Der Mond ist aufgegangen,

die goldnen Sternlein prangen

am Himmel hell und klar;

der Wald steht schwarz und schweiget,

und aus den Wiesen steiget

der weiße Nebel wunderbar.

2) Wie ist die Welt so stille

und in der Dämmrung Hülle

so traulich und so hold,

als eine stille Kammer,

wo ihr des Tages Jammer

verschlafen und vergessen sollt!

3) Seht ihr den Mond dort stehen?

Er ist nur halb zu sehen,

und ist doch rund und schön!

So sind wohl manche Sachen,

die wir getrost verlachen,

weil unsre Augen sie nicht sehen.

4) Wir stolze Menschenkinder

sind eitel arme Sünder

und wissen gar nicht viel;

wir spinnen Luftgespinste

und suchen viele Künste

und kommen weiter von dem Ziel.

5) Gott, laß dein Heil uns schauen,

auf nichts Vergänglichs trauen,

nicht Eitelkeit uns freun;

laß uns einfältig werden

und vor dir hier auf Erden

wie Kinder fromm und fröhlich sein!

6) Wollst endlich sonder Grämen

Aus dieser Welt uns nehmen

Durch einen sanften Tod!

Und, wenn du uns genommen,

Laß uns in Himmel kommen,

Du unser Herr und unser Gott!

7) So legt euch denn ihr Brüder

in Gottes Namen nieder.

Kalt ist der Abendhauch.

Verschon uns, Gott, mit Strafen

und laß uns ruhig schlafen

und unsern kranken Nachbarn auch!

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