Sozialwerk lädt zum Fest in der Heimstätte am Grambker See Feier auf der Baustelle

Grambke. Von außen sieht der Neubau der Heimstätte am Grambker See noch wie ein Rohbau aus. Allein die Hinweisschilder und die aufwendige Dekoration weisen den Weg über die Bautreppe in den Neubau.
21.06.2016, 00:00
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Von außen sieht der Neubau der Heimstätte am Grambker See noch wie ein Rohbau aus. Allein die Hinweisschilder und die aufwendige Dekoration weisen den Weg über die Bautreppe in den Neubau. Zu Saxofon- und Pianoklängen bekannter Stücke wie „Yesterday“, „Imagine“ und „Amazing Grace“, die der Seelsorger der Einrichtung Christian Schwarz und Musikerin Anna Chulkova beim Baustellenfest für die Besucher spielen, kommen die Veranstalter mit den etwa 50 Gästen ins Gespräch.

Im Erdgeschoss ist die erste Wohnküche fertiggestellt worden und die Besucher des Etappenfestes bekommen eine Vorstellung von dem Alltag, der sich hier ab August abspielen wird. „Bald wird hier täglich frisch für die Bewohner gekocht“, berichtet Jens Bonkowski, Bereichsleiter für die Arbeit mit Senioren im Sozialwerk der Freien Christengemeinde. „Die Senioren sind eingeladen, sich an der Zubereitung der Mahlzeiten zu beteiligen. Es soll so sein wie zu Hause.“ Menschen sollten sich im Alter nicht abgeschoben fühlen, sondern weiter am Leben teilnehmen, betont Bonkowski.

Die älteste Heimstätte des Sozialwerkes hatte eine Grundüberholung dringend nötig. Zweibettzimmer werden durch Einzelzimmer ersetzt, das Haus den heutigen Standards angepasst. „Den Sanierungs- und Modernisierungsprozess haben wir genutzt, auch inhaltlich an unserer Konzeption zu arbeiten“, erzählt Matthias Bonkowski, Vorstand des Sozialwerkes.

Um der zunehmenden Zahl von demenzerkrankten Menschen Rechnung zu tragen, wird das bestehende Angebot für pflegebedürftige und seelisch kranke Menschen durch eine Einrichtung für demenzkranke Senioren ergänzt. Ortsamtsleiter Florian Boehlke betont die Wichtigkeit der Angebote für Senioren in einer Zeit, in der nur noch wenige Menschen in einer Mehrgenerationen-Familie alt werden. Wie wichtig die Offenheit gegenüber dem Stadtteil, den Angehörigen und den Ehrenamtlichen ist, betont Petra Kodré, Sprecherin der Sozialbehörde. Um wettbewerbsfähig im Kampf um gute Arbeitnehmer zu sein, spricht sie sich für gute Arbeitsbedingungen und Bezahlung in der Pflege aus.

Architekt Thorsten Markwart von der Firma Architekten Plus erläutert seine Entwürfe und stellt in Aussicht, dass im Sommer 2016 die Heimstätte fertiggestellt wird. Markwart hebt hervor, dass er als Architekt sehr wohl den „anderen Geist“ auf der Baustelle wahrnehme, der im Sozialwerk zu spüren sei und dankt Firmen und Nachbarn für ihre Geduld und Zusammenarbeit. Auch die Pastoren und der Diakon der benachbarten evangelischen Kirchengemeinde Grambke sind gekommen. Pastor Jens Runge wünscht dem Bauprojekt den Segen Gottes und gutes Gelingen.

Mit Snacks aus der eigenen Küche und Bäckerei des Sozialwerks werden die Gäste anschließend in der neuen Wohnküche verköstigt. Die erschienenen Bewohner, Angehörige, Firmen, Nachbarn und Vertreter aus Politik und Gesellschaft schauen sich in dem Neubau um. Im Musterzimmer wird noch fleißig gearbeitet, und die Gäste erleben noch während des Festes, wie es fertiggestellt wird.

WK

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