Jubiläumsveranstaltung im Schütting Feier zum 150. Gründungstag

Das Bremer Beerdigungs-Institut Gebr. Stubbe ist vor 150 Jahren gegründet worden und wird heute in vierter Generation von Familie Stubbe geführt. Das ist Anlass für eine Feier in der Handelskammer.
10.11.2017, 18:37
Lesedauer: 2 Min
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Von Elke Gundel

Der 10. November 1867 ist für das Bestattungsunternehmen Stubbe mit Hauptsitz in der Humboldtstraße 190 ein besonderes Datum. „Das ist der Gründungstag“, erklärt Christian Stubbe, der den Familienbetrieb mit Bruder Thomas Stubbe in vierter Generation führt. Ihr Urgroßvater habe die Firma einst als Tischlerei ins Leben gerufen.

Fast auf den Tag genau 150 Jahre später, am 11. November, wird das Jubiläum daher im Schütting gefeiert. Dazu ist der engere Kreis aus Familie, langjährigen Wegbegleitern und Geschäftspartnern eingeladen – etwa 130 Gäste sind dabei, sagt Christian Stubbe. Den weitesten Weg hatten zwei Groß-Großcousins: Sie reisten aus Puerto Rico an.

Vortrag auf Plattdeutsch

Denn zwei der fünf Söhne des Firmengründers waren nach Amerika ausgewandert: Johann Diedrich Stubbe junior und Friedrich Diedrich Stubbe hatten auf Puerto Rico die Ananasplantage „Miramontes“ gegründet. Die Plantage gibt es zwar nicht mehr, sagt Christian Stubbe. Die Familie Stubbe auf Puerto Rico sei aber höchst lebendig und auf „etwa 80 Menschen“ angewachsen.

Groß-Großcousin Eric Stubbe ist Deutscher Generalkonsul von Puerto Rico – und reiste für die Feier nach Bremen. Dabei erwartet ihn ein Vortrag von Franz Helmut Pohlmann, Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Bestatter, zu aktuellen Themen der Bestatter-Ausbildung – auf Plattdeutsch. Als Festredner ist Peter Godzik, Pastor aus Ratzeburg, eingeladen, der über Hospizarbeit spricht.

Ähnliche Veranstaltungen auch in Zukunft geplant

Dieses Thema war auch der rote Faden, der sich durch die Veranstaltungen zum 150. Firmenjubiläum zog. Abschied nehmen, Vorsorge treffen für den letzten Lebensabschnitt, Trauerbewältigung – das waren die Aspekte unter anderem einer Kunstausstellung, mehrerer Vorträge und eines Konzerts. Zwischen 20 und 100 Besucher waren jedes Mal dabei, schätzt Nicola Stubbe, Ehefrau von Christian Stubbe. Nach den Veranstaltungen mit den Gästen „ins Gespräch zu kommen“, sei ihr sehr wichtig.

Etwa die Hälfte der Besucher habe dieses Angebot jedes Mal genutzt. Der Eindruck von Nicola Stubbe: Sich mit dem Lebensende auseinanderzusetzen und damit, wie dieser schwierige Abschied gestaltet werden kann – das ist vielen Menschen wichtig. Deshalb plane sie ähnliche Veranstaltungen auch in Zukunft. Den Abschluss des Jubiläumsjahres bildet am Donnerstag, 30. No­vember, um 19.30 Uhr ein Vortrag der Psychologin und Buchautorin Daniela Tausch in der Friedensgemeinde an der Humboldtstraße zum Thema „Trauern als ein Weg der Heilung“.

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