Nachfrage nach Baumpatenschaften bisher gering / Umweltbetriebe planen interaktive Karte Felsenbirnen für die Godehardstraße

Bremen. Drei städtische Bäume in Bremen haben seit gestern einen Paten. Der Kalenderhersteller Terminic ist die erste Firma, die der Stadt drei Bäume gespendet hat.
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Felsenbirnen für die Godehardstraße
Von Kira Pieper

Drei städtische Bäume in Bremen haben seit gestern einen Paten. Der Kalenderhersteller Terminic ist die erste Firma, die der Stadt drei Bäume gespendet hat. Die Felsenbirnen wurden an der Godehardstraße gepflanzt.

Mit dieser Aktion wird das neue Sparkonzept des Umweltbetriebes Bremen (UBB) umgesetzt. Die UBB hatte vor Kurzem bekannt gegeben, dass die Kassen leer sind. Pro Jahr investiert das städtische Unternehmen 2,4 Millionen Euro, um die 70000 Straßenbäume zu pflegen. Um gefällte Bäume durch neue zu ersetzen, fehlt jedoch das Geld. Der Vorschlag, zwei Jahre keine Bäume mehr nachzupflanzen, hatte für einige Entrüstung gesorgt. Die UBB hatte daraufhin ein Konzept erstellt: Baumpatenschaften von Bürgern und Firmen sollen in den nächsten zwei Jahren Neupflanzungen ermöglichen.

„Bislang hatten wir 40 Anfragen von Bürgern. Neben Terminic interessiert sich bislang eine weitere Firma für eine Patenschaft“, sagt UBB-Sprecherin Kerstin Doty und fügt hinzu: „Die Resonanz könnte besser sein.“ In vielen Anfragen werde noch die Unsicherheit der Bürger deutlich. „Viele wollen erst einmal wissen, was eine Patenschaft überhaupt kostet.“ Um diese und andere Fragen zu beantworten, sei derzeit eine Broschüre in Arbeit. Doty setzt außerdem auf den Ausbau der Internetseite. Demnächst soll eine interaktive Karte online gestellt werden, in der vermerkt ist, wo neue Bäume vorgesehen sind. Die Interessenten können sich dann über ein Kontaktformular auf der Internetseite um eine Patenschaft bewerben.

Maike Schaefer, umweltpolitische Sprecherin der Grünen, hatte Baumpatenschaften als Finanzierungsmöglichkeit vorgeschlagen. Zu der ersten Spende sagt sie: „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.“ Dass sich die Firma mit der Aktion profiliere, findet sie zweitrangig: „Am Ende des Tages zählen die Bäume. Es ist gut, wenn sich Unternehmen für den Umweltschutz engagieren.“ Zudem ist angedacht, künftige Neupflanzungen mithilfe der Wasserentnahmegebühr zu finanzieren. Diese wird von Unternehmen wie Kohlekraftwerken gezahlt. Sie gehe davon aus, dass deren Zahl in den nächsten Jahren abnehme, deswegen seien Baumpatenschaften eine gute Alternative, sagt Schaefer.

Infos zu Baumpatenschaften gibt es unter der Telefonnummer 36179000. Die Spende kostet einmalig 800 Euro.

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