1. bis 3. August in Vegesack

Festival Maritim mit 150 Konzerten

Vegesack. Zum inzwischen 16. Mal lädt Vegesack die internationale Sea-Music-Szene ein, am Festival Maritim teilzunehmen. Für das erste Augustwochenende haben 32 Bands ihr Kommen zugesagt. Darunter drei aus Schweden, dem Partnerland.
07.07.2014, 18:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Albrecht-Joachim Bahr
Festival Maritim mit 150 Konzerten

Beim Festival Maritim dabei: Käpt’n Säbelzahn (Lothar Vennemann), hier 2013 mit der niederländischen Gruppe „Harmony Glen“. AJB·

Volker Kölling

Zum inzwischen 16. Mal lädt Vegesack die internationale Sea-Music-Szene ein, am Festival Maritim teilzunehmen. Für das erste Augustwochenende haben 32 Bands ihr Kommen zugesagt. Darunter drei aus Schweden, das beim Festival als Partnerland antritt. Gestern hat das Vegesack Marketing das komplette Programm vorgestellt.

Smørrebrød gab es, stilecht zur Pressekonferenz auf dem „Schulschiff Deutschland“, auf der gestern das Programm vom kommenden Internationalen Festival Maritim vorgestellt wurde. Caroline Thies, Vertreterin des diesjährigen Partnerlandes Schweden, musste – bescheiden aber dennoch – darauf hinweisen, dass die leckeren Häppchen in ihrer Heimatsprache Smörgås heißen.

Wie auch immer, blau-gelbe Fahnen – aus Zeiten der WM vor acht Jahren – liegen bereit. Zudem wird Schweden mit drei Bands auf dem Festival vertreten sein, weswegen auch neben Bürgermeister Jens Böhrnsen der schwedische Honorarkonsul Kai-Uwe Hollweg das Festival am Freitag, 1. August, um 20 Uhr auf der Großen Bühne eröffnen wird.

Ein „Pre-Opening“ gibt es auch dieses Jahr wieder in der Stadtkirche schon am Donnerstag 20 Uhr. Damit ist die Kirche einer von insgesamt neun Spielorten, die sich auf Fußgängerzone, Kleiner Markt, Haven Höövt, Hafenwald, Schulschiff, Utkiek und Maritime Meile verteilen. Neu hinzugekommen ist das Spicarium, wo es am Sonnabend und Sonntag Konzerte geben wird. 32 Gruppen werden, betonte Fritz Rapp vom Vegesack Marketing, „weit über 170 Konzerte geben“. Man habe auf Wunsch vieler Gruppen („Wir sind schließlich zum Singen hierhergekommen“) die Frequenz der Auftritte von früher fünf bis sieben auf heute sieben bis zehn erhöht.

Bei der Auswahl der Gruppen, Chöre und Bands, sagte Rapp, habe man sich diesmal auf Europa beschränkt. Zugesagt haben unter anderem „Grass’n’Groove“ aus Deutschland, „Brasy“ aus Polen, „Four’n’aft“ aus England, „Corsaire“ aus Belgien, „Unicorn“ aus den Niederlanden, „Sur les Docks“ aus Frankreich und, und, und. Partnerland Schweden ist mit „Sir Reg“, „Skrömta“ und „Karrik’s“ vertreten. „Im Gepäck aller Musiker, schwärmt Rapp schon vorab: „Rock und Folk zwischen schön und schräg, melodische Shantys, die Arbeitslieder der Seeleute früherer Zeiten, deftige Trinklieder und sanft-seelenwunde Balladen“.

Neben der vorzugsweise rock- und folkgefärbten Stimmung dieses internationalen Treffens ist auch diesmal die heimatliche Shanty-Chor-Szene vertreten, vor allem natürlich mit den Chören vor Ort. Mit dem Capstan Shanty-Chor aus Huchting und dem Shanty-Chor Mahndorf aber auch aus Bremen-Stadt.

Des Weiteren gibt es ein Rahmenprogramm, das unter anderem zu Lesungen in die Signalstation einlädt – und zum „Piratenland“ am Haven Höövt mit Lothar Vennemann als Käpt’n Säbelzahn. Am Sonnabend gibt es ab 21.30 Uhr eine Wasser-Licht-Installation samt Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Schönebeck und eines Feuerwehrlöschbootes.

Den Schlusspunkt des Festivals setzt der gemeinsame Auftritt aller Gruppen am Sonntagabend ab 20.30 Uhr mit anschließendem Höhenfeuerwerk gegen 22.15 Uhr. Erwartet werden auch dieses Jahr wieder mehr als 80 000 Besucher.

Caroline Thies dankte indes im Namen des deutsch-schwedischen Freundschaftsvereins Svenska Klubben für die Einladung. Sie sagte, dass Volksmusik in Schweden einen sehr hohen Stellenwert habe: „Es ist, so nennen wir es, das ,summende Volk’, weil wir den Text der zweiten Strophe nie kennen“. Jung und Alt pflegten eine musikalische Tradition, die sich leicht auch mit Folk und Rock vermische. Sie hoffe, dass sich etwas davon auch auf das kommende Festival abfärbe.

Das Programm gibt es ab dem kommenden Wochenende auf www.festival-maritim.de.

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