Nach Brand in Bremen Feuer in Flüchtlingsunterkunft vorsätzlich gelegt

Es war Brandstiftung: Das Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft in der Birkenstraße in Bremen ist laut Bremer Staatsanwaltschaft vorsätzlich gelegt worden.
08.08.2017, 18:43
Lesedauer: 1 Min
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Feuer in Flüchtlingsunterkunft vorsätzlich gelegt
Von Pascal Faltermann

Es war Brandstiftung: Das Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft in der Birkenstraße in Bremen ist vorsätzlich gelegt worden, wie Frank Passade, Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, am Dienstagabend bestätigte. Zuerst hatte „Buten un Binnen“ darüber berichtet. Bei dem Brand am Sonntag, 11. Juni, wurden 14 Bewohner des Gebäudes in Bremen-Mitte verletzt.

Dem Sprecher zufolge kann die Staatsanwaltschaft noch nicht sagen, wer das Feuer gelegt hat. Derzeit werde noch nach einem Tatverdächtigen gesucht. Auch zu den Gründen für die Brandstiftung könne bislang nichts gesagt werden. Sicher sei allerdings, dass das Feuer absichtlich in einem Plastikbehälter – wohl eine Mülltonne – des Mehrfamilienhauses gelegt wurde.

Der Brand war in der Nacht zum 11. Juni im Keller des Gebäudes in der Birkenstraße ausgebrochen. Gegen 2.30 Uhr ging der Alarm bei der Bremer Feuerwehr ein. Unter den 14 Menschen, die wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt werden mussten, befanden sich zehn Kinder. Etwa 50 Flüchtlinge wohnten in der Unterkunft, die nach dem Feuer nicht mehr bewohnbar war. Es folgten umfangreiche Sanierungsarbeiten, wobei unter anderem die Elektroinstallation im Keller erneuert werden musste. Erst in der kommenden Woche sollen die Bewohner wieder in das Gebäude einziehen können. Bei dem Brand handelt es sich um einen Versicherungsschaden. Die Polizei war zunächst von einer achtlos weggeworfenen Zigarette ausgegangen.

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