Fehlmeldungen und Dachstuhlbrand

Feuerwehr im Dauereinsatz: 54 Menschen aus Bremer Hochhaus gerettet

Bremer Rettungskräfte waren am Abend und in der Nacht an gleich mehreren Orten im Einsatz. Zeitweise musste zusätzlich die Freiwillige Feuerwehr Bremen-Neustadt alarmiert werden.
15.09.2020, 11:55
Lesedauer: 2 Min
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Von isc
Feuerwehr im Dauereinsatz: 54 Menschen aus Bremer Hochhaus gerettet

Insgesamt wurden 54 Bewohner von den Feuerwehrleuten gerettet.

Christian Butt

Bei gleich mehreren Einsätzen war die Bremer Feuerwehr im Stadtgebiet gefordert. Dabei waren die Rettungskräfte teilweise zeitgleich im Einsatz, sodass die Freiwillige Feuerwehr Bremen-Neustadt hinzugezogen werden musste. Ein Einsatz dauert noch an.

In der Nacht zum Dienstag war in einem achtstöckigen Hochhaus an der Rembertistraße ein Kellerbrand ausgebrochen. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, war der gesamte Straßenzug bereits verraucht, zahlreiche Personen standen auf Balkonen und riefen um Hilfe. 54 Menschen mussten aus dem verrauchten Gebäude teilweise über drei Drehleitern gerettet werden. Andere Bewohner bekamen einen sogenannten Fluchtretter mit einem eingebauten Filtergerät aufgesetzt, mit dem sie dann über das Treppenhaus ins Freie gelangten. Elf Menschen wurden durch durch Rauchgasvergiftungen leicht verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Unverletzte Personen konnten übergangsweise in der ÖVB Arena untergebracht und betreut werden.

Wie der Feuerwehr Pressesprecher Andreas Desczka mitteilte, sei das Feuer unter Kontrolle, einige Einsatzkräfte waren am Dienstagmorgen noch vor Ort. Gegen 7.44 Uhr meldete die Eisatzleitung „Feuer aus“. Das Feuer war gegen 3 Uhr morgens ausgebrochen. Rund 150 Einsatzkräfte mit 56 Fahrzeugen waren in der Nacht vor Ort tätig. Das Gebäude ist unbewohnbar. Brandursache und Schadenshöhe waren zunächst unklar. Die Brandursachenermittlung hat die Kriminalpolizei übernommen.

Feuer Rembertistraße Bremen

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten am frühen Dienstagmorgen einen Kellerbrand in der Rembertistraße bekämpfen

Foto: Christian Butt

Feuerwehr am Montagabend im Dauereinsatz

Kurz nach 18 Uhr brannte ein Gasgrill in Bremen-Habenhausen. Die Anwohner konnten das Feuer zwar eigenständig löschen, eine der Personen zog sich jedoch Verbrennungen zu, was den Einsatz des Rettungsdienstes notwendig machte. Kurz darauf löste ein Fehlalarm eines Rauchmelders an der Sophienstraße im Ostertor einen weiteren Feuerwehr-Einsatz aus.

Nur wenige Minuten später kamen die Rettungskräfte noch mal richtig zum Einsatz. Ein Dachstuhl an einem Doppelhaus an der Lerchenstraße in Aumund-Hammersbeck hatte sich offenbar bei Dachdeckerarbeiten entzündet. Das Feuer wurde durch drei Trupps unter Atemschutz im Innen- und Außenangriff bekämpft, wozu auch Teile des Daches abgedeckt wurden. Die Maßnahmen griffen schnell, sodass der Einsatzleiter bereits um 18.56 Uhr „Feuer in der Gewalt“ und um 19.22 Uhr „Feuer aus“ vermeldet werden konnte. Die beiden Dachdecker blieben unverletzt. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Zeitgleich löste eine Brandmeldeanlage eine Fehlmeldung in Bremen-Grohn aus. Auch in der Bahnhofsvorstadt mussten die eintreffenden Einsatzkräfte nicht tätig werden. Auch hier hatte eine Brandmeldeanlage ausgelöst. Eine weitere ausgelöste Brandmeldeanlage in einem Altenpflegeheim in Bremen-Weidedamm erwies sich ebenfalls als Fehlalarm.

Um 19.15 Uhr gab es dann eine unklare Rauchentwicklung an der Landrat-Christians-Straße in Bremen-Blumenthal. Hierbei handelte es sich um einen stark rauchenden Grill in einem Garten.

Um 19.35 Uhr folgte ein weiterer Einsatz in Bremen-Blumenthal, wie die Feuerwehr mitteilte. Anwohner aus der Wierenstraße hatten in einem Mehrfamilienhaus Gasgeruch wahrgenommen und den Notruf abgesetzt. Unter Zuhilfenahme umfangreicher Messtechnik konnte allerdings keine Gasausströmung bestätigt werden.

Die Ereignisse am Montagabend führten zeitweise dazu, dass alle sechs Wachen der Berufsfeuerwehr zur selben Zeit im Einsatz waren, weshalb die Freiwillige Feuerwehr Bremen-Neustadt alarmiert wurde, um die Feuerwache 1 zu besetzten und für weitere Einsatzereignisse zur Verfügung zu stehen.

++ Der Artikel wurde aktualisiert um 11.54 Uhr. ++

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